Geld für Kinder anlegen: Roboter statt Sparbuch? – RND

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Noch in den 1980er- und 90er-Jahren war das Sparbuch bei Eltern und Großeltern eine beliebte Geldanlage. Es war für viele Menschen die sicherste und beste Methode, um Geld für die folgenden Generationen anzusparen. Viele Großeltern zahlten für ihre Enkel beziehungsweise Eltern für ihre Kinder Monat für Monat auf ein Sparbuch einen bestimmten Betrag ein.
Damit wurden am Ende nicht selten Führerscheine, ein Teil der Ausbildung oder der Einrichtung der ersten eigenen Wohnung finanziert. Wer bei der Geldanlage als (Groß)Eltern gar ein Stück weiter war, legte sogar eine größere Einmalsumme auf einem Festgeldkonto für eine bestimmte Zeit an und kassierte bei der Bank vor Ort teilweise mehr als 8 Prozent pro Jahr an Zinsen.
Diese Zeiten sind definitiv vorbei. Heute gibt es nicht nur Null- sondern auch Strafzinsen. Das Sparbuch hat sicher immer noch seine Berechtigung, um den Kleinen die Bedeutung des Sparens zu verdeutlichen, nicht aber unter Renditegesichtspunkten. Wer wirklich eine langfristige Geldanlage für Kinder und Enkel aufbauen möchte, schafft das nur abseits des Sparbuchs.
Gerade bei einem langen Anlagehorizont von fast zwei Jahrzehnten sind Sparpläne mit (Aktien-)ETFs heute deutlich rentabler und führen auch dank der zwei Faktoren kontinuierliche Einzahlungen und Zinseszinseffekt zu soliden Renditen.
Es kommt hierbei nicht zu sehr auf die Höhe der Einzahlungen, sondern vielmehr auf den Zeitfaktor an. Je später nämlich mit dem Vermögensaufbau angefangen wird, desto mehr Geld muss aufgewendet werden, um bei einer bestimmten Rendite ein bestimmtes Vermögen zu erreichen. Also: Je früher gespart wird, desto besser.
Die Wirkung des Zinseszinseffekts lässt sich an einem einfachen Beispiel aufzeigen. Wer über zehn Jahre monatlich 100 Euro anspart und eine Rendite von 7 Prozent erzielt, hat dank Zinseszinseffekt am Ende rund 17.200 Euro. Ohne diesen Effekt bleiben nach zehn Jahren etwa 1000 Euro weniger. Der Zinseszinseffekt bringt auf Dauer richtig Rendite. In dem Beispiel macht das rund zehn Sparraten aus. Bei längerfristigen Anlagezeiträumen wirkt sich der Zinseszinseffekt noch viel deutlicher aus.
Das Angebot im Bereich Geldanlage für Kinder ist in den vergangenen Jahren deutlich größer geworden. So können Eltern aus vielen Angeboten wählen, bei denen sie im Namen ihres minderjährigen Kindes ETF-Einmalanlagen und -Sparpläne, Festgeldanlagen und auch Banksparpläne abschließen können.
Auch die Stiftung Warentest plädiert bei einer längeren Anlagezeit von mehr als zehn Jahren für einen ETF-Sparplan. In Zeiten von künstlicher Intelligenz können es sich dabei Eltern einfach machen und die Geldanlage von einem Robo-Advisor mit Sparplan durchführen lassen. Eben wegen des längeren Anlagezeitraums wird hier das Risiko, bei einem Börseninvestment einen Verlust zu erleiden, deutlich reduziert.
An der Börse in Aktien zu investieren, ist aussichtsreich. Doch viele Menschen zweifeln daran, weil sie „keine Ahnung“ haben. Mit einem Robo-Advisor nähert man sich dem Ganzen sehr einfach an:
In einem ersten Schritt wird die Risikoneigung der Anleger und Anlegerinnen mithilfe von Computerprogrammen ermittelt, indem der Kunde oder die Kundin auf der Internetseite des Anbieters Fragen zur finanziellen Situation und zu Anlagewünschen und -vorstellungen beantwortet. In einem zweiten Teil entwickelt das Programm einen konkreten Vorschlag für die Kapitalanlage, der oft auf der Kombination börsengehandelter Indexfonds (ETF) beruht.
Wer dann weiß, in was er investieren möchte, kann schon – je nach Anbieter – ab einer monatlichen Sparrate von 25 Euro oder einer Einmalanlage mit der Geldanlage für die Kleinen beginnen. Das Konto wird dann im Namen des Kindes erstellt. Erziehungsberechtigte übernehmen bis zur Volljährigkeit des Kindes die Verwaltung des Portfolios, dies ändert sich aber mit Abschluss des 18. Lebensjahres, so das Vergleichsportal brokervergleich.de, das erst vor Kurzem Robo-Advisor-Anbieter mit sogenannten Kinderdepots verglichen hat.
Bei allen Anbietern ist demnach nicht nur ein Sparplan möglich, sondern auch die „Sponsoren“ wie Großeltern, Tante oder Onkel können direkt Geld auf das Depotkonto überweisen. Die regelmäßigen Beiträge können zudem jederzeit durch Einmalanlagen aufgestockt werden. Etwa wenn Geldgeschenke zur Taufe, Konfirmation, Firmung oder anderen Feierlichkeiten angelegt werden sollen.
Nicht empfehlenswert sind laut Stiftung Warentest beim Sparen für Kinder derweil Finanzprodukte wie sogenannte Ausbildungsversicherungen und Kinderschutzbriefe. „Denn sie sind unflexibel, mit hohen Kosten verbunden und werfen wenig bis gar keine Rendite ab“, so die Einschätzung der Experten. Auch eigens für Kinder entwickelte Produkte hätten oft viel zu hohe Kosten. Am Ende kommt in allen Fällen der Zinseszinseffekt mit zum Tragen.
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