Geld anlegen: Ihr Leben war Chaos, doch heute ist sie reich durch Immobilien! – FOCUS Online

Unternehmertochter Christiane von Hardenberg hatte in ihren Zwanzigern wenig Ahnung von Finanzen, bis sie aus einer Not dazu gezwungen wurde. Im Interview mit FOCUS Online erzählt sie, welche Fehler sie früher beim Anlegen gemacht hat und warum ihre vier Söhne zum Geburtstag auch schon mal eine Aktie geschenkt bekommen.
FOCUS Online: Sie sind aus der Not Finanzexpertin geworden. Was ist vorgefallen?
Christiane von Hardenberg: Meine Eltern sind sehr früh verstorben. Als ich vier Jahre alt war, starb mein Vater und mit Ende 20 meine Mutter. Ich war ziemlich auf mich alleine gestellt, hatte keinen Mentor, den ich um Rat fragen konnte. Mein Vater hatte ein gutgehendes Unternehmen, das später verkauft wurde, aber 2003 war von dem Erlös nicht mehr viel übrig. Aber wenn man das Geld nicht anlegt und es vor sich hindümpeln lässt, kann es ganz schnell weniger werden.
Was war für Sie in dieser Zeit am schlimmsten?
Von Hardenberg: Ich hatte mit Ende 20 ein Gefühl der völligen Überforderung, weil ich nicht wusste, wo der Anfang und das Ende sind. Ich habe viele Entscheidungen in diesen Jahren getroffen, die ich rückblickend so nicht mehr treffen würde. Der größte Fehler, und der ist sicherlich auch meiner Generation geschuldet, ist der Abschluss einer Kapitallebensversicherung. Mittlerweile wissen wir, dass man die ersten Jahre den Berater und die Versicherungsgesellschaft bezahlt. Eine Altersvorsorge lässt sich viel kostengünstiger ansparen. Jeder zahlt sein Lehrgeld, auch ich.
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Welche Fehler würden Sie heute nicht mehr machen?
Von Hardenberg: Dass ich Aktien zum Höchstpreis gekauft und zum Tiefstpreis verkauft habe. Diesen Fehler habe ich gleich Anfang der 2000er Jahre gemacht und mir damit ein bisschen die Finger verbrannt. Es war kein hoher Betrag, aber es hat trotzdem geschmerzt.
Inzwischen bin ich geduldiger geworden, ich verkaufe nicht gleich alles bei der ersten schlechten Nachricht. Ich bin oft den Ratschlägen von Börsenmagazinen gefolgt, ohne das Unternehmen oder Branche besser zu kennen. Wenn man in Aktien investiert, sollte man schon wissen, in was man da eigentlich sein Geld steckt. Da würde ich heute genauer nachbohren. Ich investiere nur noch in Unternehmen, deren Geschäftsmodel ich verstehe – und zwar so gut, dass ich es auf Nachfrage einem Laien erklären könnte.
Was hatten Sie als Kind für ein Verständnis von Geld?
Von Hardenberg: Bei uns zu Hause hieß es, vom Arbeiten allein ist noch keiner reich geworden. Meiner Mutter war wichtig, dass Geld auch gespart wird. Davon wird allerdings auch keiner reich, man muss schon auch investieren.
Sie haben ein Buch geschrieben: "Selbst investiert die Frau. Wie Sie selbstbestimmt und mit Leichtigkeit Ihr Geld vermehren". Warum tun sich Frauen oft noch beim Thema Finanzen schwer?
Von Hardenberg: Es mangelt definitiv nicht am Wissen. Oft ist es der Mut und auch das Spielerische, das liegt Männern eher. Ich höre in meinem Freundeskreis immer wieder, dass Frauen Sorge haben, Fehler zu machen. Männer hingegen gehen gerne davon aus, dass sie gar keine Fehler machen (lacht). Fehler sind nicht grundsätzlich schlecht: Die meisten lassen sich korrigieren und man hat auch die Chance, aus einem Fehler zu lernen.
Welchen Rat würden Sie Frauen beim Anlegen von Geld geben?
Von Hardenberg: Heute anfangen, das ist das Wichtigste. Und sich kleine Ziele setzen und keine Angst haben, etwas falsch zu machen. Denn das Schlimmste ist, einfach nichts zu tun.

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Sie schwören auf Immobilien, warum?
Von Hardenberg: Als junger Mensch hat man nicht unendlich viel Eigenkapital. Wer eine Familie gründet, kann wenig ansparen. Wenn man sich fremdfinanziert und der Mieter den Kredit für einen abbezahlt, erhöht sich automatisch das Vermögen und der Preis der Immobilie steigt auch noch. Durch Immobilien kann ich ein Vermögen aufbauen, ohne selbst viel sparen zu müssen. Am Anfang braucht man zwar einen bestimmten Betrag als Eigenkapital, aber später vermehrt er sich von allein.
Viele scheuen sich, in Immobilien zu investieren.
Von Hardenberg: Das halte ich für einen Fehler. Ich habe in den Nullerjahren in Berlin investiert. Dass sich der Wohnungsmarkt dort einmal so entwickeln würden, haben damals die wenigsten geglaubt. Heute sind die Immobilienpreise vielerorts massiv gestiegen, das schreckt viele ab. Das ist schon klar.
Allerdings gibt es meiner Meinung nach immer noch in kleineren Städten Möglichkeiten, bei denen man mit wenig Eigenkapital eine Einzimmerwohnung kaufen kann. Gleichzeitig sind die Zinsen auf einem historischen Tiefstand. Das ist ein weiterer Vorteil beim Kauf. Zum Vergleich: Ich musste damals in den Nullerjahren viereinhalb Prozent berappen.
Man muss allerdings schon sagen, dass die Anfangskosten hoch sind, auch zeitlich. Aber dann hat man die nächsten 20, 30 Jahre viel Ruhe.
Wie viele Immobilien besitzen Sie heute?
Von Hardenberg: Ich habe jetzt 50 Einheiten. Einen Teil hatte ich von meinen Eltern geerbt, die unattraktiven Objekte habe ich aussortiert und verkauft. Das Geld habe ich dann genommen und neu investiert. Knapp 30 Einheiten habe ich mir selbständig aufgebaut. Die Objekte habe ich früher weitesgehend selbst verwaltet, neben der Erziehung meiner vier Kinder. Mittlerweile habe ich viele dieser Aufgaben aber anderen übertragen, so dass ich nicht viel Zeit investieren muss.
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Was wissen Ihre vier Söhne zum Thema Finanzen schon?
Von Hardenberg: Eine ganze Menge. Sie wissen, wie Aktien funktionieren, dass es Unternehmensanteile sind, dass die Kurse steigen und fallen. Ich finde, dass sie jetzt langsam mehr Verantwortung übernehmen könnten, der Älteste ist jetzt 14 (lacht).
Damit sie ein Gefühl für die Börse bekommen, haben wir ihnen zum Beispiel zum Geburtstag eine Aktie geschenkt. Doch jetzt könnte der Älteste auch mal sein Taschengeld investieren (lacht).
Was bedeutet Geld für Sie?
Von Hardenberg: Es ist ein Mittel, um unabhängig zu sein und seine eigenen Entscheidungen zu treffen. Jetzt konnte ich vier Wochen mit meinen Kindern Urlaub machen, das ist für mich der wahre Luxus. Ich habe auch nichts gegen ein schönes Kleid, aber man kann auch nur eins tragen. Und man merkt sehr schnell, dass es nicht das wahre Glück ist. Geld ist aber auch eine große Sicherheit für mich, weil ich weiß, dass ich für meine vier Kinder sorgen kann.

 
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