Aktien: Das machen junge Anleger falsch, sagt Studie – Business Insider Deutschland

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In einer repräsentativen Studie des Geld-Ratgebers „Finanztip“ wurden rund 3.000 Verbraucher unterschiedlicher Generationen nach ihrem Finanzwissen befragt.
Dabei zeigten vor allem die unter 30-Jährigen eine hohe Affinität zu Aktien.
Das Problem: Durch mangelndes Wissen über andere Finanzprodukte setzt diese Generation auch bei kurzfristigen Anlagen auf Aktien. Das kann zu Verlusten führen.
Wie viel wissen Verbraucher wirklich über Finanzen und Finanzprodukte? Eine repräsentative Studie des Geld-Ratgebers „Finanztip“ zeigt, dass es noch deutliche Defizite gibt. Für die Studie wurden mehr als 3.000 Menschen im Alter von 16 bis 69 Jahren in 12 Fragen zu Finanzthemen wie Versicherungen, Krediten oder Aktien befragt. Fazit: Umgerechnet in Schulnoten, hätte dabei rund jeder Zweite mit einer Vier minus – also knapp ausreichend – oder schlechter abgeschnitten.
Neben den Unterschieden zwischen Männern und Frauen – Frauen schneiden im Schnitt schlechter ab – und Vermögenden und Nicht-Vermögenden – Menschen mit einem hohen Einkommen kennen sich besser mit Finanzthemen aus –, fällt eine Diskrepanz zwischen den Generationen auf.
Die unter 30-Jährigen wissen laut Studie zwar grundsätzlich weniger über Finanzen als die älteren Jahrgänge, haben aber einen Vorsprung beim Thema Aktien. So wissen fast 54 Prozent der Jüngeren, dass ein weltweiter Aktienfonds ein geringeres Risiko darstellt als die Investition in eine Einzelaktie oder in einen Fonds mit Unternehmen aus nur einem Land. Bei den über 30-Jährigen wissen das nur rund 46 Prozent.
„Die unter 30-Jährigen sind mit stetig sinkenden Zinsen und einem langanhaltenden Boom an den Aktienmärkten groß geworden“, erklärt Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur des Magazins „Finanztip“. „Hinzu kommen neue Apps wie Trade Republic, die den Zugang zu den Börsen nicht nur günstiger, sondern auch einfacher machen.“ Folglich wird diese Generation auch öfter als „Generation Aktie“ bezeichnet. Denn durch die aktuelle Nullzinspolitik spielten klassische Sparprodukte für sie keine Rolle mehr, heißt es in der Studie. Fast 600.000 unter 30-Jährige wagten sich 2020, befeuert durch die Corona-Pandemie, an die Börse. Das war ein Zuwachs von 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Allerdings seien die Jüngeren zu unbedarft im Umgang mit Wertpapieren. So würden rund 38 Prozent auch dann in Aktien investieren, wenn sie wüssten, dass sie ihr Geld nach zwei Jahren wieder benötigen würden, geht aus der Studie hervor. Einer der Gründe dafür sei, dass Wissen über andere Finanzprodukte fehle. „Das kann gutgehen, birgt aber ein Verlustrisiko, wenn die Kurse genau dann in den Keller gehen“, so Tenhagen. Die „Finanztip“-Redaktion empfiehlt deshalb einen Anlagezeitraum von zehn bis 15 Jahren. Laut Berechnungen der Experten helfe das, auch turbulente Börsenkurse zu überstehen.
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