EU: Milliardenschwere Blockchain-Investitionen stehen ins Haus – BTC-ECHO | Bitcoin & Blockchain Pioneers

von Christian Stede
Am 17. September 2021 | 13:2917. September 2021 · Lesezeit: 2 Minuten
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Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, neue Technologien wie die Blockchain in erheblichem Umfang direkt zu finanzieren. 150 Milliarden Euro sollen fließen.
Die Europäische Union unternimmt einen milliardenschweren Vorstoß zur Förderung der technologischen Entwicklung. Dazu wird sie in der gesamten EU in Blockchain, Dateninfrastruktur und Hochleistungscomputer investieren. Das geht aus einem aktuellen Bloomberg-Bericht hervor. Die Investition ist Teil eines größeren Projektes, mit dem die EU etwas gegen den weltweiten Mangel an Halbleitern unternimmt. Dieser hat die Automobilhersteller zur Verlangsamung der Produktionslinien gezwungen. 
Die Europäische Kommission machte indes keine genauen Angaben darüber, wie viel in die einzelnen Technologiebereiche investiert werden soll. Nur so viel, dass etwa ein Fünftel des 750 Milliarden Euro schweren EU-Fonds zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in die digitale Technologie fließen werde. Diese sei für die Region “entscheidend”, so zitiert Bloomberg EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.
Schon vorher hatten mehrere Experten die Blockchain als eine der wichtigsten aufkommenden Technologien identifiziert, die Europas Zukunft prägen könnten. Aus diesem Grund drängen EU-Beamte auch auf länderübergreifende Rechtsstandards, um eine regulatorische Fragmentierung zu verhindern. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage hat jedoch ergeben, dass die Mehrheit der Europäer nationale Regelungen für Krypto und Blockchain einem europäischen Regulierungsstandard für die aufstrebende Branche vorzieht.
Im April 2019 rief die EU bereits die International Association of Trusted Blockchain Applications ins Leben, die die Aufgabe hat, die Einführung von DLT in der Region zu unterstützen und zu fördern.

“Schneller, leistungsfähiger, besser” Free Ton will mit neuem Whitepaper die Evolution nach Bitcoin und Ethereum fortsetzen.
Die Entwickler:innen von Free Ton (The Open Network) melden sich zurück. Was sie verkünden, ist die Veröffentlichung ihres Whitepapers mit der Vision eines offenen und freien Internets: “WebFree”. Die grundlegende Idee der Entwickler:innen ist es, ein Blockchain-basiertes-System zu schaffen, in dem Fehler der Governance nicht zu fatalen Konsequenzen führen. Der Trick der Entwickelnden: Einfach niemandem die Entscheidungshoheit geben – sondern allen zugleich. Eine Revolution im Krypto-Space?
In dem am 16. September veröffentlichten Whitepaper erklärt Mitja Goroshevsky, heutiger Chief Technology Officer bei TON Labs, die Idee hinter Free Ton. Im Grunde bestünde die Plattform aus einer End-to-End-Architektur. Diese funktioniere mittels besonderer Konsensinnovationen schneller als alle bisherigen Blockchains. Als zweckgebundene öffentliche Blockchain für Unternehmen verfüge Free Ton über Multi-Threading und Sharding. Diese Innovationen ermöglichen, so Goroshevsky, die Verarbeitungen von mehr als zehn Millionen Smart Contracts pro Sekunde. Darüber hinaus können angeblich 45.00 Transaktionen pro Sekunde im offenen Internet geleistet werden. Zum Vergleich: Bitcoin schafft sieben Transaktionen, Etherum 15.
Jede:r kann Mitglied der Community werden. Und jede:r kann kostenlos die Token der Plattform erhalten – die sogenannten TON Crystals oder kurz TONS. Verteilt werden diese dem CTO zufolge nach einer “meritokratischen Token-Verteilung” (MTD). Das bedeutet, dass Token als Belohnung vergeben werden für Projekte, die von den anderen Mitgliedern als Gewinner:in in einem Wettbewerb bewertet werden. Dazu implementierten die Entwickler:innen, so eine Pressemitteilung, auch nochmals besondere Mechanismen, die eine faire und anonyme Abstimmung erlauben. Insgesamt besteht die Community mittlerweile aus “über 3.000 Entwicklern, Zehntausenden von Mitgliedern und Dutzenden von Partnern”, die am Ökosystem Free Tons beteiligt sind. Diese seien jedoch alle vollkommen anonym, nicht mal das Kernteam an Entwickler:innen kenne die Einzelnen.
Der Vorwurf, der indirekt im Whitepaper mitzuschwingen scheint, ist, das niemand aufgrund seiner Größe oder Macht die Möglichkeit haben sollte, ein System so gut wie alleine zu bestimmen. Deshalb würde selbst das Kernteam Ton Labs, nur fünf Prozent aller Token halten (ähnlich Satoshi Nakamoto und Bitcoin). Und deshalb sollten die Mitglieder die Produkte und Ideen, die auf der Blockchain entwickelt werden sollen, in Wettbewerben mittels Mehrheitsentscheidungen unabhängig von der Tokenzahl anonym bestimmen. Somit könne dezentral, diskret und spontan ein Konsens gefunden werden, ohne dass die Mitglieder sich gegenseitig vertrauen müssen.
Avalanche verkündet am 16. September ein 230-Millionen-US-Dollar-Investment. Die Krypto-Investoren sind begeistert und schicken den AVAX-Kurs zu einem neuen Allzeithoch.
Für Avalanche (AVAX) läuft es derzeit richtig rund. Wie das Unternehmen am 16. September verkündet hat, führen Polychain und Three Arrows Capital bei dem Projekt eine Investmentrunde in Höhe von 230 Millionen US-Dollar an. Über die jüngste Nachricht zeigen sich auch die Investoren sichtbar entzückt. Und so verzeichnet Avalanche, keine 24 Stunden nach der Veröffentlichung, bei 68,8 US-Dollar ein neues Allzeithoch. Zu den anderen Investoren gehören dabei R/Crypto Fund, Dragonfly, CMS Holdings, Collab+Currency, Lvna Capital, verschiedene Angel Investoren und ein Family Office.
Das Geld soll vor allem dazu genutzt werden, um schnell wachsende DeFi-Anwendungen basierend auf der Blockchain zu unterstützen. Emir Gün Sirer, Direktor der Avalanche Foundation äußert sich dazu folgendermaßen:
Obwohl Avalanche um einige Jahre jünger ist als seine Konkurrenten, hat das Unternehmen sein Versprechen und Potenzial schnell in reale Auswirkungen und Wertschöpfung für DeFi-Nutzer und -Entwickler umgesetzt. Die Gemeinschaft der Entwickler, die sich um das Netzwerk versammelt, ist ein Beweis für seinen Wettbewerbsvorteil. Und es gibt noch so viel Potenzial, das an der Schnittstelle von institutioneller und dezentraler Finanzanwendungen auf Avalanche erschlossen werden muss.
Avalanche gibt an, eines der am schnellsten wachsenden Blockchain-Ökosysteme zu sein. Über 270 Projekte gibt es so mittlerweile, die die Blockchain nutzen. Prominente Namen darunter: Tether, SushiSwap, Chainlink, Circle und The Graph. Derweilen gehört AVAX zu einem der Top-Perfomer des letzten Krypto-Monats. Konnte man einen AVAX Coin vor einem Monat noch für rund 27 US-Dollar erwerben, so muss man heute schon 67,27 US-Dollar dafür bezahlen. Eine Kurssteigerung von stolzen 249,1 Prozent.
Und geht es nach Emin Gün Sirer, könnte die Reise von Avalanche gerade erst begonnen haben. Denn auf Twitter äußerte er sich optimistisch über die weitere Zukunft seines Projektes:
Nur ein Jahr nach dem Start des Mainnets im September 2020 steht Avalanche immer noch in den Startlöchern. Denn zahllose Live-Projekte florieren gerade und Avalanche Rush ist auch noch auf dem Weg. Dabei gibt es bei AVAX keine Anzeichen, die auf eine Verlangsamung des Fortschritts, hin zu kostengünstiger und einfach zu bedienender DeFi-Anwendungen, schließen lassen.
Bitcoin-Fans aus Ungarn stiften Satoshi Nakamoto seine weltweit erste Statue.
In Ungarns Hauptstadt Budapest haben Krypto-Enthusiasten am 16. September die weltweit erste Statue des Bitcoin-Erfinders Satoshi Nakamoto enthüllt (nicht im Bild). Initiator des Projekts ist der Krypto-Journalist András Györfi.
Laut zugehöriger Webseite begann die Planung für die Statue im April dieses Jahres. Sie zeigt dabei ein vergoldetes, konturloses Gesicht in einem Kapuzenpulli mit Bitcoin-Logo. Zur Motivation hinter der Statue heißt es auf der Seite:
Bitcoin ist viel mehr als eine Kryptowährung. Wir glauben, dass er etwas viel Wichtigeres in unsere Welt gebracht hat als ein dezentrales Peer-to-Peer-Zahlungsnetzwerk. Die zugrunde liegende Technologie, die Blockchain, die Satoshi Nakamoto in die Welt gebracht hat, kann unser Leben wirklich verbessern. Transparenz, Fairness und viele andere Werte in zahlreichen Bereichen – das ist es, was Blockchain wirklich bedeutet.
Doch wie ehrt man überhaupt jemanden, dessen Identität niemand kennt?
Anhaltenden Spekulationen zum Trotz, weiß niemand wer Satoshi ist. Es steht nicht einmal fest, ob es sich bei dem Verfasser des Bitcoin Whitepapers überhaupt um eine einzelne Person handelt. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, versahen die beiden Bildhauer Gergely Réka und Tamás Gilly Skulpor Satoshis Gesicht mit einer reflektierenden Oberfläche. Getreu dem Motto “Wir alle sind Satoshi” steht somit nicht die Person Satoshi im Vordergrund, sondern sein Vermächtnis.
Die Satoshi-Statue befindet sich im Übrigen im Graphisoft Park. Der Ort beheimatet Firmensitze von Tech-Konzernen wie Microsoft, Canon und SAP. Eine Statue des Apple-Gründers und Tech-Pioniers Steve Jobs lässt sich ebenfalls auf dem Gelände finden. Der Bitcoin-Erfinder befindet sich derart in bester Gesellschaft.
Lateinamerika probt den monetären Aufstand. Als erstes Land der Welt hat El Salvador Bitcoin zum gesetzlichen Zahlungsmittel gemacht. Hier berichten wir von den aktuellen Ereignissen.
Laute Parolen rufen die Menschen im Hintergrund des Videos von Luis Munos, einem Journalisten von Teleprensa. Sie sind verärgert und in Sorge darüber, ob die Regierung zukünftig Renten und ähnliches in Bitcoin und nicht in US-Dollar auszahlen wird. Besonders Rentner:innen, Veteran:innen und Arbeiter:innen gehen seit Bekanntgabe, dass Bitcoin ein gesetzliches Zahlungsmittel ist, auf die Straße. Auf ihren Plakaten stehen Forderungen wie “Sie [der Präsident wird angesprochen] werden so bezahlen, wie die Leute es von Ihnen verlangen” oder “Nein zu Bitcoin”. Interviews zufolge demonstrieren viele aus Angst davor, dass die Volatilität der digitalen Münze ihre Existenz bedroht.
Seit gestern machen die Unzufriedenen sich über die Bitcoin-Automaten der Stadt her. In einem Video wird gezeigt, wie Feuer und Rauch aus dem zerstörten Chivo-Geldautomaten kommt. Eingeschlagen und mit beleidigenden Phrasen besprüht, brennt dieser auf dem Gerardo-Barrios-Platz im historischen Stadtzentrum. 50 davon soll es bald in der Stadt geben, damit die Bürger zum einen ihr Geld abheben können. Zum Anderen sollen die Automaten Aufklärung bieten über Kryptowährungen und den Zusammenhang mit der Wallet-Infrastruktur.
Bislang scheint es keine Verletzten zu geben. Die Demonstrierenden werden aber zunehmend aggressiver.
Wir haben die Kritik an Bukeles Bitcoin-Gesetz hier für euch zusammengefasst.
Nuestro periodista @Luis33Tv se encuentra en la Plaza Gerardo Barrios en San Salvador, donde manifestantes han quebrado y quemado equipo instalado en el cajero Chivo para protestar contra el #Bitcoin.
🎥 #Teleprensa33 #Nacionales pic.twitter.com/pUnJfHkQMh
— Teleprensa (@Teleprensa33) September 15, 2021

 
Ob Wahrheit oder Unwahrheit, wird sich wohl erst noch zeigen müssen. Dennoch baut der Rechtsberater des Präsidenten aus El Salvador, Javier Arguerta, bereits Traumschlösser für Bitcoin-Millionäre auf. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP sagte der Jurist, dass ausländische Investor:innen keine Kapitalertragssteuern für Bitcoin-Gewinne bezahlen müssen.
Diese Regulierung ist jedoch nirgends schriftlich festgehalten. Bislang sieht Artikel 5 des Bitcoin-Gesetzes nur vor, dass Krypto-Börsen keine Kapitalertagssteuer zu leisten haben. Alle anderen Gewinne, auch die, die aus dem Wertpapierhandel hervorgehen, sind indes mit einer Kapitalertragssteuer von 10 Prozent belegt. Bis dato gibt es auch dazu noch keine Änderungen für ausländische Investor:innen, Unternehmen oder Handelnde.
Dass der Präsident und sein Rechtsberater sich in ihren Aussagen nicht abstimmen und dementsprechend Widersprüche aufkommen, ist seit der großen Medienaufmerksamkeit schon mehrmals vorgekommen. Es bleibt also abzuwarten, ob es eine geplante Veränderung der Gesetzeslage oder nur das Bedürfnis Arguertas im Mittelpunkt zu stehen sind, die Grund für diese Aussage gegeben haben.
Am gestrigen 7. September ist nicht nur das Bitcoin-Gesetz in El Salvador in Kraft getreten, auch wurde die Bitcoin Wallet “Chivo” veröffentlicht. Die soll allen Salvadorianer:innen, die auf den Krypto-Zug aufspringen möchten, als digitales Portemonnaie dienen. Um die Bitcoin-Akzeptanz im Land anzukurbeln, rührt El Salvadors Präsident Nayib Bukele bereits seit geraumer Zeit die Werbetrommel für die Chivo Wallet, kündigte als besonderen Anreiz für die Installation darüber hinaus an, dass alle Nutzer:innen zum Start eine Bitcoin-Gutschrift in Höhe von 30 US-Dollar erhalten würden.
Ganz reibungslos läuft die Einführung der Wallet jedoch nicht. So beklagten die Bürger:innen des Landes, dass der App Download in den ersten Stunden nach dem Inkrafttreten des Gesetzes (und des App Launchs) nicht funktionierte. Und selbst als diese Schwierigkeiten behoben waren, waren die Server der Wallet so sehr ausgelastet, dass sich Interessierte keine Profile erstellen konnten – und somit auch die 30 USD Startguthaben nicht erhielten.
Mittlerweile scheinen die Probleme zwar weitestgehend ausgeräumt zu sein, einzelne User beklagen sich jedoch immer noch über Probleme bezüglich des Downloads, der Registrierung und der Erhaltung des Startguthabens.
Panama nutzt die Gunst der Stunde und gibt am Tag der Einführung des Bitcoin-Gesetzes im Nachbarland El Salvador bekannt, dass das Land den Kryptowährungen Bitcoin und Ethereum die Weichen in Richtung Akzeptanz stellen möchte. Das gab der panamaische Kongressabgeordnete Gabriel Silva via Twitter bekannt und betonte, dass der Vorstoß das Potenzial habe, dem Land tausende neuer Jobs zu beschaffen.
Gänzlich nacheifern möchte Panama El Salvador jedoch nicht – von einer Krypto-Akzeptanz-Pflicht ist – zumindest bislang – nicht die Rede, wie auch der panamaische Fernsehsender Telemetro berichtet.
 
Anlässlich des am heutigen 7. September in Kraft tretenden Bitcoin-Gesetzes in El Salvador hat auch die Krypto-Community ihre Unterstützung für den wichtigen Schritt angekündigt.
In einem Reddit-Thread zum Thema schreibt der Nutzer u/thadiusb, dass auch er am heutigen Tag 30 US-Dollar in Bitcoin investieren wird. 30 US-Dollar deshalb, weil ebendiese Summe jeder Salvadorianer bekommt, der sich am heutigen Tag die landeseigene Krypto-Wallet “Chivo” herunterlädt – als Startkapital.
Der Post stößt auf große Unterstützung, hat bereits über 9.100 Likes erhalten und über 2.000 Kommentare – die große Mehrheit kündigt ihre Unterstützung an.
Losgehen soll die Aktion zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Bitcoin-Gesetzes um 15:00 Uhr salvadorianischer Zeit. Für die hiesigen Gefilde bedeutet das: 23:00 Uhr.
Anlässlich des am heutigen 7. September in Kraft tretenden Bitcoin-Gesetzes in El Salvador kauft die salvadorianische Regierung 200 Bitcoin. Das gab der salvadorianische Präsident – und bekannte Bitcoin-Maximalist – Nayib Bukele via Twitter bekannt.
Demnach halte die lateinamerikanische Nation nun insgesamt 400 Bitcoin, was zum derzeitigen BTC-Kurs von rund 52.380 US-Dollar knapp 21 Millionen US-Dollar entspricht.
Alle weiteren Infos zur Einführung des Bitcoin-Gesetzes lest ihr hier.
Javier Arguete, juristischer Berater des salvadorianischen Präsidenten Nayib Bukele, sagte in einem Interview am Montag, dem 6. September, dass Firmen, die ab dem Inkrafttreten des Bitcoin-Gesetzes Zahlungen mittels des Kryptowertes nicht annehmen würden, mit Sanktionen rechnen müssten. Das berichtet die im Land ansässige Zeitung El Mundo.
Sollte sich die Ankündigung Arguetes bewahrheiten, stünden die Drohungen im direkten Gegensatz zu jüngeren Aussagen seitens Bukeles, der in einem Twitter Thread schrieb, dass diejenigen Firmen, die weiter auf Bargeld setzen wollten, das auch weiter tun könnten – ohne Sanktionen fürchten zu müssen.
Es ist so weit: In El Salvador zählt Bitcoin ab dem 7. September als gesetzliches Zahlungsmittel.
Als erstes Land der Welt macht El Salvador Bitcoin zum gesetzlichen Zahlungsmittel. Der entsprechende Gesetzentwurf, den das Parlament bereits am 9. Juni verabschiedete, tritt am morgigen 7. September in Kraft. Inhalt des Gesetzestextes ist unter anderem die Annahmepflicht von Bitcoin-Zahlungen. Falls die technischen Gegebenheiten eine BTC-Verwahrung verhindern, bietet die Regierung die “instantane Konvertierung in US-Dollar an”.
Da die wenigsten Unternehmen zu Beginn über eine hinlängliche technische Infrastruktur verfügen dürften, könnte der salvadorianische Staat schon bald auf einem veritablen digitalen Goldschatz sitzen.
Mehr dazu lest ihr hier.
Bitcoin (BTC) wird vorerst kein gesetzliches Zahlungsmittel in Paraguay. Zwar stimmt das Parlament des südamerikanischen Landes am heutigen Mittwoch, den 14. Juli, über ein Krypto-Gesetz ab. Entgegen vorher kursierender Gerüchte enthält dieses keinerlei Bestrebungen, Bitcoin zur Landeswährung zu machen. Im Gegenteil: Das Gesetz sieht strenge Regulierungen für die Krypto-Industrie in Paraguay vor. So geht aus einer geleakten Vorabversion hervor, dass Krypto-Unternehmen wie Exchanges und Mining-Farmen einer Registrierung bei den Behörden bedürfen.
Wird Paraguay nach El Salvador, das zweite Land, das Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel etabliert? Geht es nach den beiden Parlaments-Abgeordneten Carlitos Rejala und Fernando Silva Facetti dürfte das der Fall sein. Denn wie Rejala am Freitag, dem 9. Juli, auf Twitter angekündigt hat, wird ein entsprechender Gesetzentwurf noch in dieser Woche ins Parlament eingebracht.
I am here to unite Paraguay 🇵🇾, that is why we decided with Senator @FSilvaFacetti to present together the bill #bitcoin on Wednesday, July 14!
Stay tuned since there will be a mega surprise for Paraguay and the world. Something GIANT is coming 🌍#Bitcoin #btc
— Carlitos Rejala 🙏🇵🇾🙌 (@carlitosrejala) July 9, 2021

Über den Inhalt des Gesetzes ist bis dato nichts bekannt. Man darf aber davon ausgehen, dass sich die Abgeordneten am salvadorianischen Vorbild orientieren und Bitcoin auf denselben gesetzlichen Status heben wollen, wie die Landeswährung Guaraní.
Unklar ist auch, ob der Entwurf auf fruchtbaren Boden fällt und eine ähnlich breite Unterstützung erhält, wie das salvadorianische Pendant.
Die Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik, ein UN-Gremium für die Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in Lateinamerika, sieht den salvadorianischen Vorstoß mit Skepsis. Generalsekretärin Alicia Bárcena warnte vor “systemischen Risiken” hinsichtlich einer Bitcoin-Adoption in dem Land.
Es sei nicht abzusehen, wie die Wirtschaft El Salvadors auf die Einführung von BTC als gesetzliches Zahlungsmittel reagiere. Darüber hinaus erfülle Bitcoin die grundlegenden Geldfunktionen nicht, unter anderem sei die Währung viel zu volatil.
Trotz Kritik seitens der internationalen Hochfinanz bleibt der salvadorianische Präsident Bukele bei seiner Entscheidung: Bitcoin wird zum 7. September dieses Jahres offizielle Währung El Salvadors, dann nämlich tritt das entsprechende Gesetz in Kraft.
Um die Bevölkerung für das Vorhaben zu begeistern – und ganz nebenbei den Bitcoin-Space um 6 Millionen neue Nutzer:innen zu erweitern – hat die salvadorianische Regierung nun bekannt gegeben, allen Menschen im Land Bitcoin zu schenken. Und zwar im Gegenwert von 30 US-Dollar. Insgesamt macht das über 150 Millionen US-Dollar in Bitcoin.
Eine Transaktion, die sich auch in den Kursen widerspiegeln dürfte.
6 million people added to the crypto ecosystem in one go. 👏 pic.twitter.com/DVoW6vLrAK
— CZ 🔶 Binance (@cz_binance) June 25, 2021

El Salvadors Bitcoin-Vorstoß löst auch im eigenen Land nicht nur Begeisterungsstürme aus. Wie die salvadorianische Zeitung El Mundo berichtet, hat die oppositionelle Partei Farabundo Marti National Liberation Front (FMNL) Anklage gegen die Regierung und dessen Präsidenten Bukele erhoben, weil die Bitcoin-Adoption als offizielle nationale Währung nicht rechtens sei.
Demnach verstoße der Bitcoin-Vorstoß nicht nur gegen die Verfassung des Landes, sondern würde El Salvador darüber hinaus auch schaden. Schriftführer der Klage ist Jaime Guevara, der betonte, dass das neue Gesetz die “die Signifikanz und schädlichen Effekte, die ein solches Gesetz auf das Land haben könnte” unbeachtet ließ.
Die Klage sei nun eine erste Prüfung der neu ernannten Richter des salvadorianischen Obersten Gerichtshofes.
Grupo Cinco, der selbsternannte größte Entertainment-Anbiet des lateinamerikanischen Staates Paraguay, führt zum Juli Krypto-Zahlungen ein. Das bestätigten die Unternehmenschefs Santiago Sosa und Rodrigo Nogues Bazan gegenüber dem Krypto-Portal Coindesk. Demnach werden Kund:innen künftig an 24 Standorten des Unternehmens mit Bitcoin, Ether, Shiba Inu und Chiliz bezahlen können.
Erst vor kurzer Zeit hatte der paraguayische Konkressabgeordnete Carlos Rejala getweetet, dass er ein Gesetz einführen wolle, um Mining-Unternehmen und weitere Krypto-Firmen ins Land zu locken.
Como ya lo decía hace un buen tiempo, nuestro país necesita avanzar de la mano de la nueva generación.
Llegó el momento, nuestro momento.
Esta semana empezamos con un proyecto importante para innovar a Paraguay frente al mundo!
El verdadero to the moon 🚀#btc & #paypal pic.twitter.com/ZMRJgAIxgO
— Carlitos Rejala 🙏🇵🇾🙌 (@carlitosrejala) June 7, 2021

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, wird die in Washington D.C. ansässige Weltbank (englisch World Bank) El Salvador nicht bei dessen Implementierung der Kryptowährung Bitcoin helfen. Die UN-Sonderorganisation begründete ihre Entscheidung mit Umweltbedenken und Nachteilen bezüglich der Transparenz.
Gegenüber Reuters sagte ein Weltbank-Sprecher: “Wir haben uns verpflichtet, El Salvador in vielerlei Hinsicht zu helfen, unter anderem bei der Währungstransparenz und den Regulierungsprozessen”. Fügte dann jedoch hinzu: “Während die Regierung an uns herangetreten ist, um Unterstützung für Bitcoin zu erhalten, ist das etwas, das die Weltbank angesichts dessen Umwelt- und Transparenzmängel nicht unterstützen kann.”
Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, äußerte sich jüngst zu El Salvadors Bitcoin-Vorstoß. Wie Bitcoin.com berichtet, habe die als Krypto-kritisch bekannte Lagarde zunächst eingeräumt, dass sie die finanzielle Situation des Landes seit ihrem IWF-Austritt nicht genau einschätzen könne.
Gleichwohl beteuerte sie jedoch, dass der Vorstoß des mittelamerikanischen Staates keinesfalls die Position der EZB bezüglich dessen Krypto-Policen ändern würde: “Das ändert sicher nicht unsere Herangehensweise bezüglich digitalen Assets und dessen Regulierung, Überwachung und angemessener Einordnung”, so Lagarde.
Obwohl El Salvador seit einer knappen Woche ein neues Gesetz verabschiedet hat, das Bitcoin auf den Rang einer offiziellen Staatswährung hebt, widerstreben einige im Land ansässige Überweisungsunternehmen der BTC-Implementierung. Wie das Nachrichtenportal Reuters berichtet, würden die Unternehmen Bitcoin und weitere Kryptowährungen erst dann implementieren, wenn die Nachfrage der Kunden stiege.
Der unabhängige Finanzanalyst Kenneth Suchoski sagte gegenüber Reuters: “Für Western Union und weitere Überweisungsunternehmen muss man sich vor Augen halten, dass der Großteil des bewegten Kapitalvolumens von wirtschaftsstarken in Entwicklungsländer Familien und Freunden zugutekommt – und in Bargeld erfolgt.”
Kryptowährungen würden da lediglich einen Anteil von einem Prozent ausmachen – zu wenig für die Unternehmen.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) reagiert Presseberichten zufolge auf die Vorstöße seitens El Salvadors, Bitcoin als national anerkanntes Zahlungsmittel in die Wirtschaft des mittelamerikanischen Landes mitaufzunehmen. Wie das Krypto-Portal Cointelegraph berichtet, möchte die Sonderorganisation der Vereinten Nationen sich mit Vertretern El Salvadors treffen, um den Schritt der Adaption zu besprechen.
El Salvadors Entscheidung, Bitcoin als Zahlungsmittel aufzunehmen, würde “legale und finanzielle Sorgen” bereiten, heißt es.
Bereits in der Vergangenheit hatte der Internationale Währungsfonds (englisch: International Monetary Fund, kurz IMF) Sorgen über die Krypto-Adaption einzelner Nationen geäußert. So hatte die Organisation ähnlich reagiert, als die Marshall Islands ihren eigenen Stablecoin, SOV, lancierten.
Bitcoin-Twitter hat ein neues Meme. Was Präsident Nayib Bukele zuerst in Nic Carters Twitter Space angekündigt hat, könnte schon bald Realität werden: Das Land will mit Geothermie ins Mining Game einsteigen. Wie der Präsident am 9. Juni auf Twitter geschrieben hatte, hat er den Vorsitzenden der nationalen Elektrizitätswerke angewiesen, einen entsprechenden Plan auszuarbeiten.
Da bei der Stromerzeugung mit Geothermie keine klimaschädlichen Treibhausgase entstehen, wäre das “Vulkan-Mining” eine nachhaltige Form des BTC Minings. “Günstig, 100 Prozent sauber und zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien,” schreibt Bukele auf Twitter.
Die Vulkan-Emojis in den Twitter-Handles der Bitcoin-Community zeigen den Support für Bukeles Pläne.
I’ve just instructed the president of @LaGeoSV (our state-owned geothermal electric company), to put up a plan to offer facilities for #Bitcoin mining with very cheap, 100% clean, 100% renewable, 0 emissions energy from our volcanos 🌋
This is going to evolve fast! 🇸🇻 pic.twitter.com/1316DV4YwT
— Nayib Bukele 🇸🇻 (@nayibbukele) June 9, 2021

El Salvador macht Bitcoin zum gesetzlichen Zahlungsmittel. In einer historischen Abstimmung beschließt das Parlament in dem lateinamerikanischen Land mit absoluter Mehrheit, BTC rechtlich dem US-Dollar gleichzustellen. Damit besteht ab sofort Annahmezwang für Zahlungen in Bitcoin. Auch die Steuern dürfen Salvadorianer von nun an in BTC entrichten.
Damit ist El Salvador das erste Land der Welt, dass das “digitale Gold” nicht nur zulässt, sondern explizit gesetzlich fördert. Für den Ausbau der notwendigen digitalen Infrastruktur will die Regierung in San Salvador zudem einen Entwicklungsfonds bereitstellen.
Die ganze Story findest du hier.
Wird Mexiko das zweite El Salvador? Geht es nach Eduardo Murat Hinojosa, dann dürfte das der Fall sein. Der Parlamentsabgeordnete kündigte auf dem Kurznachrichtendienst Twitter an, eine Gesetzesvorlage ins mexikanische Unterhaus einzubringen, die sich in dem Bitcoin-Gesetz El Salvadors orientiert.
“Ich werde für einen rechtlichen Rahmen für Kryptowährungen in Mexikos Unterhaus werben”, schrieb Hinojosa am Morgen des 8. Juni auf Twitter.
Ob das Vorhaben aber so weit geht, Bitcoin zu einem gesetzlichen Zahlungsmittel zu machen, bleibt offen. Auch der Zeitrahmen ist unbekannt – dass Mexiko ein solches Gesetz ähnlich schnell wie der Kleinstaat El Salvador durchboxt, ist unwahrscheinlich.
Auf Twitter trägt Hinojosa seinen BTC-Support unterdessen mittels Laser-Augen zur Schau.
Jehudi Castro Sierra, seines Zeichens Berater der kolumbianischen Regierung in Fragen des digitalen Wandels, ist Bitcoiner. Bereits im April postete er einen Screenshot seines Umbrel Full Nodes. Ein Full Node ist ein Knotenpunkt im Bitcoin-Netzwerk, mit dem man Transaktionen verifizieren und die Einhaltung der Netzwerkregeln kontrollieren kann.
Zuletzt hatte Sierra indes BTC-Kritiker Peter Schiff aufgefordert, er möge die Spitzen gegen BTC doch bitte sein lassen und solle die Kryptowährung “einfach shorten”.
Short it and stop talking.
— Jehudi 🇨🇴⚡ (@JCastroS) June 8, 2021

Auch Paraguay bekundet Interesse an dem Krypto-freundlichen Kurs der salvadorianischen Regierung. Nationalkongress-Abgeordneter Carlitos Rejala warb für mehr Zukunftsfähigkeit in dem Land.
Wie ich schon vor einiger Zeit sagte, muss sich unser Land Hand in Hand mit der neuen Generation weiterentwickeln. Die Zeit ist gekommen, unsere Zeit. Diese Woche beginnen wir mit einem wichtigen Projekt zur Innovation Paraguays vor der Welt!
To the Moond 🚀#btc & #paypal
Es ist fast schon müßig zu erwähnen, aber auch Rejala zeigt sich mittels Laser-Augen mit den Idealen der Bitocoin-Community solidarisch .

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