ISIN: Was ist die internationale Wertpapierkennnummer? – t-online

Finanzbegriff  
Von Christine Holthoff
Aktienhandel am Smartphone (Symbolbild): An der Börse gibt es für jedes Wertpapier eine ISIN. (Quelle: krisanapong detraphiphat/Getty Images)
Wer in Wertpapiere investieren will, muss erst einmal finden, was er sucht. Dabei hilft die sogenannte ISIN. Was sich hinter dem Kürzel verbirgt und wie sie aufgebaut ist.
So wie wir im Restaurant statt der “Pizza Margherita” einfach die “1” bestellen, so können wir auch bei Wertpapieren die Abkürzung nehmen. ISIN heißt das Zauberkürzel, mit dem Sie absolut sicher sein können, Ihr Geld genau dort zu investieren, wo Sie es haben wollen.

Wir erklären, was die ISIN genau ist und warum es sie überhaupt gibt. Außerdem zeigen wir Ihnen, wie Sie sie richtig lesen und was der Unterschied zu einer anderen Wertpapierkennnummer ist.
Die Abkürzung ISIN steht für “International Securities Identification Number”, zu Deutsch: internationale Wertpapierkennnummer. Sie ist sozusagen der Ausweis für an der Börse gehandelte Wertpapiere. Denn diese können dank ihr eindeutig identifiziert werden.

Ihren Ursprung hat die ISIN in der im Jahr 2000 getroffenen Entscheidung, die internationalen Finanzmärkte zu harmonisieren. Schließlich wollen Anleger nicht nur national investieren, sondern auch international.

In Deutschland gilt die ISIN seit 2003. Sie wird zum Beispiel für Aktien, Fonds und Anleihen genutzt. Auch Indizes wie der Dax haben eine ISIN, wie Sie im t-online-Finanzportal sehen können.
ISIN finden: Wenn Ihnen die ISIN eines Unternehmens nicht bekannt ist, können Sie im Börsenbereich von t-online den Namen des Unternehmens in die Wertpapiersuche eingeben. Ihnen wird dann nicht nur die ISIN angezeigt, sondern Sie sehen auch den aktuellen Kurs. Die Wertpapiersuche finden Sie auch oberhalb dieses Artikels.
Die ISIN ist eine zwölfstellige Kombination aus Buchstaben und Zahlen. Ihr Aufbau kann je nach Land variieren. Wir erklären, wie Sie die ISIN richtig lesen.
Offiziell hat die ISIN die nationale Wertpapierkennnummer, kurz WKN, zwar schon 2003 abgelöst, aus technischen und praktischen Gründen wird die WKN aber immer noch verwendet. Mit beiden Kennnummern können Wertpapiere eindeutig identifiziert werden und beide werden von der Herausgebergemeinschaft Wertpapier-Mitteilungen vergeben.
Die WKN gibt es bereits seit 1955. Bis 2003 bestand sie nur aus Ziffern, was allerdings angesichts immer größerer Mengen an Wertpapieren zum Problem wurde. Um mehr Kombinationsmöglichkeiten zu haben, wurden schließlich Buchstaben mit aufgenommen.
Während bei der WKN weder O noch I erlaubt sind, um Verwechslungen mit den Zahlen 0 und 1 vorzubeugen, wird zumindest das O bei der ISIN verwendet – etwa im Länderkürzel für Norwegen: “NO”.

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