Geld: Großstädter in Deutschland sparen nur wenig und falsch – Business Insider Deutschland

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Eine Studie des Fintechs Weltsparen zeigt, dass Großstädter in Deutschland nur schwer Geld auf die Seite legen können.
Rund die Hälfte verfügt beispielsweise nicht über den empfohlenen Notgroschen in Höhe von drei Monatsnettogehältern.
Die Großstädter, die Geld zur Seite legen, bunkern es allerdings überwiegend auf Giro- oder Tagesgeldkonten sowie auf dem Sparbuch und lassen sich attraktive Renditen entgehen.
Finanzexperten sind sich einig: Ein Notgroschen von drei Nettomonatsgehältern sollte jeder ansparen und auf die hohe Kante legen. Falls große Anschaffungen oder unerwartete Reparaturen fällig werden, kann man auf dieses Geld zurückgreifen und verfällt nicht in finanzielle Sorgen.
Doch gerade in der Großstadt mit hohen Mietpreisen und überdurchschnittlichen Lebenshaltungskosten ist es insbesondere für die junge Generation schwer, Geld auf die Seite zu legen. Eine Umfrage des Fintechs Weltsparen zeigt nun, dass knapp die Hälfte aller Großstädter in Deutschland nicht in der Lage sind, einen entsprechenden Notgroschen anzulegen.
Insgesamt haben in allen Städten durchschnittlich 54 Prozent bislang nichts oder nur bis zu einem Nettomonatsgehalt ansparen können. Je nach Metropole betragen die drei Nettomonatsgehälter im Schnitt zwischen 6.711 Euro in Köln bis 8.910 Euro in Frankfurt. In München schaffen es 50,3 Prozent mindestens drei Monatsgehälter angespart zu haben, womit die bayerische Hauptstadt in der Rangliste vorne liegt.
Um auf den erwähnten Notgroschen zu kommen, sollten mindestens zehn bis zwanzig Prozent des Nettogehalts monatlich zur Seite gelegt werden, so eine Faustformel von Finanzexperten. Laut der Weltsparen-Studie sind das in den Großstädten in der Theorie zwischen 224 Euro in Köln und 297 Euro in Frankfurt. Die Realität sieht aber anders aus.
Zwei Drittel der deutschen Großstädter schaffen es nicht, diese Summe monatliche zurückzulegen. Zwischen 17 (Hamburg) und 23 Prozent (Berlin) geben sogar an, gar nichts sparen zu können. Dramatische Zahlen, geht es doch nicht nur um den Notgroschen für überraschende Ausgaben, sondern auch um den langfristigen Vermögensaufbau.
Dabei legen 24 Prozent der Berliner und auch der Frankfurter ihr Geld überhaupt nicht an. Auch in Köln und Hamburg sind es knapp 20 Prozent, in München 16 Prozent, die ihr Geld nicht anlegen. Trotz des jahrelangen Nullzinsumfeldes und damit keinen attraktiven Renditen auf das dort angesparte Vermögen bleiben Giro- und Tagesgeldkonto sowie das Sparbuch die beliebteste Geldanlage der Großstädter. So spart beispielsweise jeder Dritte Hamburger sein Geld auf dem Sparbuch.
In München sind es immerhin 27 Prozent der Befragten, die ihr Geld in Aktien anlegen, 20 Prozent setzen auf Fonds und 14 Prozent auf ETFs. Anders ist die Situation in Berlin und Hamburg, wo nur 14 beziehungsweise 16 Prozent in Aktien, Fonds oder ETFs investieren.
Bei der Unterscheidung der Geschlechter in der Geldanlage fallen durchaus Unterschiede auf: In Frankfurt legen zwar 35 Prozent der Männer ihr Geld in Aktien an — und liegen damit im Vergleich der Großstädte vorne — allerdings nur 13 Prozent der Frauen. In München leben mit 24 Prozent die meisten weiblichen Aktien-Besitzerinnen.
Die Zahlen machen erneut deutlich, wie wichtig das Thema Finanzbildung gerade in der aktuellen Zeit ist. Geld auf Giro- oder Tagesgeldkonten sowie auf dem Sparbuch bringt keine Zinsen mehr. Aufgrund der Inflation verliert das Geld dort sogar an Kaufkraft und wird immer weniger wert. Wer sein Erspartes hingegen breit gestreut, beispielsweise mittels eines weltweit investierenden ETFs anlegt, generiert damit auf lange Sicht etwa sieben Prozent Rendite pro Jahr.
Auch, wenn man nur wenig Geld im Monat sparen kann, sind ETF-Sparpläne eine gute Basis für den langfristigen Vermögensaufbau. Die meisten Banken bieten entsprechende Angebote bereits ab 25 Euro im Monat an. Es ist besser früh und mit geringen Beiträgen anzufangen, weil dadurch der Zinseszinseffekt greifen kann. Durch die Flexibilität von Sparplänen lassen sich die Sparraten später auch entsprechend anpassen.
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