Kryptowährung: Darum verliert Bitcoin 10.000 US-Dollar – PC Games Hardware

21.09.2021 um 16:21 Uhr von Claus Ludewig Die Finanzprobleme beim chinesischen Immobilienunternehmen Evergrande sollen dafür verantwortlich sein, dass die Kryptowährung Bitcoin in den letzten Tagen 10.000 US-Dollar verloren hat.
Wie bei virtueller Währung üblich unterliegt der Kurs starken Schwankungen. So ist beispielsweise der Kurs für die älteste Kryptowährung Bitcoin in der Nacht auf den 21. September auf 40.200 US-Dollar gefallen. Ein paar Tage zuvor lag der Marktwert noch 10.000 US-Dollar höher. Bei anderen digitalen Währungen zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. So ist etwa Ether in der Nacht auf Dienstag nur rund 2.800 US-Dollar wert gewesen, obwohl Anfang September der Kurs noch bei gut 4.000 US-Dollar lag. Alle aktuell rund 12.000 Kryptoanlagen waren zusammen am Dienstag etwa 1,8 Billionen US-Dollar wert. Am vergangenen Wochenende lag der Wert fast 400 Milliarden US-Dollar höher.
Angeblich soll das chinesische Immobilienunternehmen Evergrande verantwortlich sein für die heftigen Kursschwankungen. Seit Tagen machen sich Anleger und Gläubiger Sorgen um Evergrande. Das Unternehmen ist in große Finanzprobleme geraten und kann derzeit viele Bauprojekte in China nicht fertigstellen. Zudem sollen weitere Beteiligungen von Evergrande etwa am Elektroauto Sion von Sono Motors in Gefahr sein, wobei dies derzeit reine Spekulation ist.
Evergrande hat 305 Milliarden US-Dollar Schulden angehäuft, so viel wie die gesamte Wirtschaftsleistung Finnlands. Zu 90 Prozent werden die Schulden von Banken gehalten. Am Mittwochabend entscheidet sich, wie es mit dem zweitgrößten Immobilienkonzern Chinas weitergeht, da bis dahin ein Kredit zurückgezahlt werden muss. Die Volkspartei in China will dem Unternehmen wohl nicht helfen. Im Juni ist der Stein ins Rollen gekommen, als Evergrande eine Verbindlichkeit in Millionenhöhe nicht zahlen konnte, mittlerweile droht dem Unternehmen die Pleite. 1,2 Millionen Menschen warten darauf, ihre bezahlten Wohnungen beziehen zu können, denn auf vielen Baustellen wird gar nicht mehr gearbeitet. Tausende Anleger sind verunsichert, was sich auch am Fallen der Kryptowährungen zeigt. Es wird befürchtet, dass eine Pleite von Evergrande weltweite Auswirkungen auf die Immobilien- und Finanzmärkte haben könnte.
Jüngst hat die chinesische Regierung mit strengen Auflagen bei Videogames für weltweites Aufsehen gesorgt. Nun greift die kommunistische Partei auch im Immobilienmarkt hart durch. Die Politik will so etwas gegen die sehr hohen Mieten in vielen Großstädten tun und hat dafür “die drei roten Linien” aufgestellt.
So muss das Verhältnis der Verbindlichkeiten eines Immobilienunternehmens zu den Vermögenswerten unter 70 Prozent liegen, der Nettoverschuldungsgrad darf nicht höher als 100 Prozent sein und das Verhältnis zwischen liquiden Mitteln im Vergleich zu kurzfristigen Verbindlichkeiten muss größer als Faktor eins sein. Evergrande erfüllt keine einzige dieser drei Vorgaben.
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Sammlung zu großen Kursschwankungen bei Bitcoin & Co.:
Quellen: Golem, ARD, Zeit
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