Börsen-Mythen im Check: Sie brauchen kein Geld, um Geld verdienen zu können! – FOCUS Online

Mythen über die Börse können Bilder von skrupellosen Investoren in glatten Anzügen heraufbeschwören, die der Arbeiterklasse das Geld wegnehmen. Es ist an der Zeit, mit diesen Mythen aufzuräumen – und mit der Angst, die sie schüren. Hier sind fünf gängige Irrglauben über das Investieren, die ausgeräumt werden sollten.
Wenn Ronald Read heute noch leben würde, würde er vielleicht über die Vorstellung lachen, dass Sie Geld brauchen, um an der Börse Geld zu verdienen.
Read war ein Tankwart und Hausmeister, der 2014 verstarb. In Anbetracht seiner beruflichen Laufbahn lag sein Einkommen wahrscheinlich bei weniger als 25.000 US-Dollar pro Jahr. (ZipRecruiter schätzt das durchschnittliche Gehalt eines Hausmeisters heute auf etwa 25.000 US-Dollar pro Jahr).
Zum Zeitpunkt seines Todes war Read fast 8 Millionen US-Dollar schwer. Er erreichte den Multimillionärsstatus, indem er jahrzehntelang in erstklassige, dividendenstarke Aktien investierte. Er wurde nicht reich, weil er einen Startkapitalfonds hatte. Er wurde reich, weil er Geduld und Disziplin hatte.
Sie müssen kein Finanzgenie sein, um zu investieren. In Wahrheit können Sie mit drei Informationen anfangen zu Investieren. Die erste ist die 110er Regel, die ihnen sagt, wie sie ihr Portfolio zwischen Aktien und Anleihen aufteilen sollen. Ziehen Sie ihr Alter von 110 ab und die Antwort ist der Prozentsatz an Aktien, den Sie halten sollten. Im Alter von 35 Jahren würde ihr Portfolio zum Beispiel aus 75 % Aktien und 25 % Anleihen bestehen.
Zweitens können Sie diesen Anteile an Aktien und Anleihen mit ETFs füllen. Ein S&P 500-Index-Fonds kann ihr Aktien-Engagement liefern, und ein Staatsanleihen-Fonds liefert ein Anleihen-Engagement.
Drittens sind die Kostenquoten der Fonds ein Entscheidungsfaktor. Die Kosten eines Fonds reduzieren die Rendite der Investitionen. Wenn Sie zwei Fonds mit dem gleichen Portfolio vergleichen – sagen wir, zwei S&P 500-Indexfonds – sollte derjenige mit der niedrigeren Kostenquote höhere Renditen liefern.
Das ist das komprimierte Wissen, das Sie brauchen, um ein praktikables Portfolio aufzubauen. Sie können und sollten die Initiative ergreifen, um mehr zu lernen. Aber Sie müssen nicht vom ersten Tag an ein Experte sein.
Sie können an der Börse Geld verlieren. Sie können auch ihr Auto zu Schrott fahren, ihren Knöchel brechen, während Sie eine Treppe runtergehen, oder ein Feuer entfachen, während Sie ein Brathähnchen machen. Trotzdem fahren Sie Auto, besuchen Kellerpartys und kochen. Sie können auch investieren, wenn Sie die richtigen Vorsichtsmaßnahmen treffen.
Ein breiter ETF streut ihr Risiko über viele verschiedene Positionen. Sie können aber auch einen gezielteren Ansatz wählen, um sich gegen Volatilität abzuschirmen. Entscheiden Sie sich für Qualitätsaktien, die Dividenden zahlen und sich in der Vergangenheit als widerstandsfähig gegenüber Marktabschwüngen erwiesen haben. Schauen Sie sich Unternehmen aus dem Versorgungssektor, Hersteller von Basiskonsumgütern, Discounter und Unternehmen aus dem Gesundheitsbereich an. Diese Sektoren zeigen oft weniger Volatilität, wenn die Zeiten hart sind.
Sie sollten auch planen, ihre Aktien (und Fonds) für viele Jahre zu halten. Die Börse hat in einem Zeitrahmen von 20 Jahren noch nie an Wert verloren. Das bedeutet nicht, dass das in der Zukunft nicht passieren wird – aber Sie können vernünftigerweise erwarten, dass die Volatilität über längere Zeiträume geringer ist als über kürzere.
Den Markt zu schlagen wird überbewertet. Verstehen Sie mich nicht falsch – es ist fabelhaft, wenn es passiert. Aber Sie müssen den Markt nicht schlagen, um Geld zu verdienen.
Wenn Sie früh genug mit dem Investieren anfangen, reichen Renditen auf Marktniveau von 7 % nach Inflation aus, um Sie reich zu machen. Geben Sie sich zum Beispiel 30 oder 35 Jahre Zeit und der Markt kann Sie mit einer monatlichen Investition von 600 bis 900 US-Dollar zu einer Million US-Dollar tragen.
Es ist keine Schande, das zu nehmen, was der Markt Ihnen gibt, besonders wenn es Sie zum Millionär macht. Wenn Sie den Wettbewerbsaspekt mögen und versuchen, den Markt zu schlagen, können Sie 5 % ihres Portfolios spekulativen Aktien widmen. Auf diese Weise werden Sie Fehltritte nicht aus dem Spiel nehmen.
Bargeld ist nur in einer Hinsicht sicherer als Investieren. Es schwankt nicht im Wert, wie es Aktien tun. Der Nachteil ist, dass Bargeld im Laufe der Zeit immer an Kaufkraft durch die Inflation verliert. Aus diesem Grund würde ich argumentieren, dass Bargeld nicht wirklich sicherer ist als Investieren – aber es ist eine Ergänzung dazu.
Sie brauchen Bargeld für Liquidität und Stabilität. Und Sie brauchen Aktien, um die Inflation zu übertreffen. Es ist schwierig, Wohlstand mit dem einen oder dem anderen aufzubauen. Es braucht beides.
Sie brauchen keinen Haufen Geld oder einen Abschluss in Finanzen, um an der Börse erfolgreich zu sein. Sie können es mit einem einfachen Portfolio, etwas Bargeld auf der Seite für Notfälle und einem langen Zeitplan schaffen. Es wird Risiken geben und Sie werden die Volatilität des Marktes erleben. Aber diese Ergebnisse zu akzeptieren, gibt ihnen einen Weg zum Wohlstand – und das ist ein würdiger Kompromiss.
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Dieser Artikel wurde von Catherine Brock auf Englisch verfasst und am 01.06.2021 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Das Original zu diesem Beitrag “”Sie brauchen Geld, um Geld zu verdienen”: 5 Börsen-Mythen die nicht stimmen!” stammt von Fool.de.
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Dienstag, 08.06.2021 | 10:05 | Ulrich Osterloh  | 1 Antwort
Ist es nicht sogar vorgeschrieben, dass Medien Werbung auch als solche kennzeichnen müssen, wenn man sie mit redaktionellen Beiträgen verwechseln könnte? Hier versäumt der Focus das leider. Dieser Beitrag ist nämlich vor allem eines: Werbung für die Anlage in Aktien! (Anmerkung: Geldanlage in Aktien ist auch m.E für viele wirklich sinnvoll, aber dieser Artikel ist keine halbwegs neutrale Information, sondern hat viele Merkmale von Werbung.)
Mittwoch, 09.06.2021 | 04:17 | Jenny Blond
Wie macht man denn Werbung für das Thema Aktien? Ist dann jeder Bericht über Immobilien auch Werbung? Über Autos? Coronavirus? Klimawandel? Ich lese diesen Kommentar unter jedem Bericht der erwähnt, dass Aktien existieren. Sie müssen doch keine kaufen. Ich kaufe mir jetzt auch kein Haus wegen der Berichte.
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