Das wäre aus 1.000 Euro geworden, wenn du sie 2010 in Tesla investiert hättest – onvista

Wichtige Punkte vorab:
Die Autoindustrie war davon überzeugt, dass Elektrofahrzeuge (EVs) nicht praktikabel seien. Die Technologie könne keine kritische Masse erreichen, um den Verbrennungsmotor zu verdrängen.
Als Tesla im Januar 2010 seinen Börsengang beantragte, war das Unternehmen ein sechs Jahre altes Start-up-Unternehmen. Es war vor allem für seinen Elektro-Roadster, für den man satte 109.000 US-Dollar hinlegen musste. Eine Wette auf Tesla und seinen schrulligen CEO Elon Musk war alles andere als eine sichere Sache. Doch wenn man überzeugt war, dass EVs groß rauskommen würden, hätte man durchaus zum IPO kaufen können.
Heute würde man sich mit Sicherheit über diese Entscheidung freuen. Doch werfen wir einen Blick auf das Marktdebüt von Tesla vor über elf Jahren. Wo würden die Anleger heute stehen?
Die große Autoindustrie mag damals Elektrofahrzeuge abgelehnt haben. Doch der Wettbewerb zwischen Tesla und Unternehmen wie Fisker, die ebenfalls elegante Elektro-Sportwagen verkauften, fand Anklang.
Der Karma war ein weiteres High-End-Elektroauto, das für über 100.000 US-Dollar verkauft wurde. Fisker war in Hollywood beliebt, Musk hingegen wollte Elektroautos für jedermann bauen. Er versprach, Autos für 30.000 US-Dollar oder weniger zu entwickeln, was den Absatz in die Höhe treiben könnte. 
Und genauso ist es gekommen. Fisker ging 2013 in Konkurs und seine Vermögenswerte wurden an den chinesischen Autoteilehersteller Wanxiang Group verkauft. Tesla hingegen ist heute der wertvollste Autohersteller der Welt und wird mit über 633 Mrd. US-Dollar bewertet. Zum Vergleich: Toyota (Platz 2) ist etwas mehr als 276 Mrd. US-Dollar wert, und General Motors auf dem dritten Platz ist 71 Mrd. US-Dollar wert.
Heute produziert Tesla Autos am laufenden Band. Im vergangenen Jahr wurden mehr als eine halbe Million Fahrzeuge produziert, was einer Steigerung von 15 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Und Tesla will diese Marke bald übertreffen, denn allein in den ersten beiden Quartalen des Jahres 2021 wurden bereits mehr als 386.000 Fahrzeuge produziert.
Allein im zweiten Quartal produzierte Tesla 206.000 Fahrzeuge – ein Rekord für den Autobauer. Doch wie GM, Ford und andere Hersteller hat auch Tesla aufgrund des Chipmangels Probleme, und Kunden müssen mit Verzögerungen rechnen.
Bei Ford verzögert sich die Auslieferung des Mustang Mach-E Crossover aufgrund des Engpasses, und Rivian, der von Amazon unterstützte E-Auto-Hersteller, hat den R1T Pickup bis zum nächsten Monat verschoben.
Tesla ging 2010 zu einem Preis von 17 US-Dollar pro Aktie an die Börse und wird heute zu über 700 US-Dollar pro Aktie gehandelt, bereinigt um die zwischenzeitlich erfolgten Aktiensplits. Das entspricht einer Steigerung von mehr als 14.600 %. Im Vergleich dazu hat sich der Wert des S&P 500 im selben Zeitraum immerhin vervierfacht. Eine anfängliche Tesla-Investition in Höhe von 1.000 Euro wäre also heute etwa 147.400 Euro wert, was einer durchschnittlichen Wachstumsrate von über 45 % pro Jahr entspricht. Gar nicht mal so schlecht.
Via YCharts
Das wirft natürlich die Frage auf, ob man den Anschluss an Tesla verpasst habe. Ganz und gar nicht. Der führende Hersteller von Elektrofahrzeugen kann noch ordentlich wachsen. 
Obwohl ein neuer Fisker (WKN: A2P9A3) wieder auf dem Markt ist (der Autodesigner Henrik Fisker behielt nach dem Verkauf einige Rechte an der Marke) und mittlerweile die gesamte Branche auf E-Autos setzt, expandiert auch Tesla. Die Rekordproduktionszahlen sind ein Beweis für die Leistungsfähigkeit des Unternehmens, und selbst wenn die Auslieferungen aufgrund von Problemen in der Lieferkette und Engpässen bei den Chips ins Stocken geraten könnten, dürfte Tesla über die finanziellen Mittel verfügen, um durchzuhalten.
Tesla ist nicht länger ein unerprobtes Start-up-Unternehmen, sondern ein führender Automobilhersteller. Die Tesla-Aktie ist gegenüber den jüngsten Höchstständen um 20 % gefallen. Daher könnte es jetzt an der Zeit sein, beim nächsten 14.000%igen Anstieg dabei zu sein. 
Der Artikel Das wäre aus 1.000 Euro geworden, wenn du sie 2010 in Tesla investiert hättest ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.
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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon und Tesla. Rich Duprey besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 26.8.2021 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.
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