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Vorsicht angebracht: Auf seine EC-Karte sollte man aufpassen – und einen Diebstahl sofort der Bank melden. Bild: dpa
Girokarte und PIN sollten unbedingt getrennt aufbewahrt werden. Wer die EC-Karte verliert, muss sie unverzüglich sperren lassen. Geschieht das nicht, kann es für den Kontoinhaber teuer werden.
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Nach einem Urteil des Amtsgerichts Frankfurt am Main muss die Bank unter Umständen nicht haften, wenn mit einer verlorenen oder gestohlenen Debitkarte unberechtigt Geld abgehoben wird. Voraussetzung ist, dass der Karteninhaber womöglich nachlässig bei der Verwahrung der Geheimnummer war und den Verlust nicht sofort gemeldet hat, nachdem er ihn bemerkt hatte.
In dem Verfahren vor dem Amtsgericht hatte eine Kontoinhaberin gegen ihre Bank geklagt. Der Fall hatte sich an einem Novembertag 2019 zugetragen. Die Klägerin hatte ihrer Bank um 10.42 Uhr telefonisch den Verlust ihrer Debitkarte mitgeteilt und und sie sperren lassen. Bereits um 10.15 und 10.16 Uhr hatte jedoch jemand jeweils 500 Euro abgehoben.
Als die Kontoinhaberin den Verlust der Karte eine gute Woche darauf schriftlich meldete, gab sie an, das Fehlen der Karte bereits um 10.10 Uhr bemerkt zu haben. Später behauptete die Frau im Rahmen der auf die Erstattung der Kontozahlungen gerichteten Klage, ihr Portemonnaie auf dem Arbeitsweg aus der Handtasche verloren oder entwendet bekommen zu haben und diesen Verlust erst um 10.30 Uhr bemerkt zu haben. Auch habe niemand autorisierten Zugang zu ihrer Karte gehabt, so dass die PIN ausgespäht worden sein müsse.
Die Klage blieb ohne Erfolg. Das Amtsgericht sah es, da das Geld gemäß der Transaktionsprotokolle mit Originalkarte und PIN abgehoben worden war, als möglich an, dass die Klägerin die Geheimnummer zusammen mit der Karte verwahrt oder sie auf der Karte notiert hatte. Zugleich sei der Klägerin ein, den Erstattungsanspruch ausschließender Sorgfaltsverstoß auch deshalb anzulasten, weil sie ausweislich ihrer schriftlichen Verlustanzeige den Verlust bereits vor den Abhebungen gemerkt habe und trotz des mitgeführten Mobiltelefons nicht umgehend der Bank gemeldet habe.
Insofern könne die Klägerin sich auch nicht darauf berufen, ihre IBAN nicht zur Hand gehabt zu haben, da nach den allgemeinen Bedingungen der beklagten Bank die Nennung derselben keine Voraussetzung für die Kartensperrung im Verlustfall sei.
Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig. (Amtsgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 31.08.2021, 32 C 6169/20 (88))
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Gerichtsurteil: Bei Verlust von EC-Karte sofort handeln
Frankfurter Gerichtsurteil
Bei Verlust von EC-Karte sofort handeln
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