Börse – Krypto-Aktien: In Bitcoin investieren, ohne Bitcoins zu traden – Cash

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Die aktuellen Kurskapriolen bei den Kryptowährungen machen es überdeutlich: Die Volatilität in diesen Anlagen ist riesig. Dies ist einer der Gründe, warum viele Anlegerinnen und Anleger vor Investitionen zurückschrecken – obwohl sie eigentlich am Kryptoboom teilhaben wollen und grosses Interesse zeigen.
Viele wissen auch zu wenig über die Kryptowährungen und die dahinterliegende Blockchain-Technologie. Und die Vielfalt an Kryptowährungen vereinfacht das Unterfangen nicht. Was ist nun besser: Bitcoin, Ether, Ripple oder Dogecoin? Selbst Experten sind sich uneinig.
Ein traditionelleres Investment in eine Aktie mit Krypto-Bezug ist eine Alternative zum Traden mit Bitcoin und Co. Denn Anlegerinnen und Anlegern sind häufig mit Unternehmensstrukturen besser vertraut und können sich regelmässig über den Geschäftsgang informieren. Dies schafft Vertrauen und Sicherheit.
Dies sind Aktien von Unternehmen, die direkt oder indirekt von einem fortsetzenden Krypto-Boom profitieren:
Kryptobörsen – Nicht von einer Kryptowährung abhängig
Der Krypto-Absturz hat auch die Aktien des Kryptobörsen-Betreibers Coinbase in die Tiefe gerissen. Seit dem Börsendebut an der US-Technologiebörse Nasdaq am 14. April steht der Titel knapp 37 Prozent im Minus. Der prozentuale Verlust ist nur minim grösser als bei Bitcoin.

Kursentwicklung der Coinbase-Aktien seit dem IPO am 14. April (Quelle: cash.ch).
Der starke Kursrückgang ist eingetreten, obwohl Coinbase den Gewinn im ersten Quartal gegenüber der Vorjahresperiode um mehr als das Zwanzigfache auf 771 Millionen Dollar steigern konnte. Der Umsatz wuchs gleichzeitig von 191 Millionen auf 1,8 Milliarden Dollar.
Der Grund für den Absturz liegt vielmehr am von Transaktionsgebühren abhängigen Geschäftsmodell. Der Umsatz ist nicht nur vom Volumen der Transaktionen, sondern auch von den Krypto-Preisen abhängig. Abgesehen von der starken Verbindung zu den Kursverläufen bei den Kryptowährungen besteht ist Vorteil bei einem Investment in Coinbase: Das Unternehmen ist nicht vom Erfolg einer bestimmten Kryptowährung abhängig. 
Als europäische Alternative zu Coinbase sind die Aktien von Bitcoin Group ein Blick wert. Das deutsche Unternehmen investiert in Unternehmen aus den Bereichen Blockchain und Kryptowährungen. Bisher hat Bitcoin Group zwei Investments getätigt: Sie besitzt 100 Prozent an der futurum Bank und 50 Prozent an Sineus.
Sineus ist ein Anlageberater, dessen Geschäft nicht direkt am Erfolg von Kryptowährungen hängt. Die futurum Bank hingegeben betreibt den Krypto-Marktplatz bitcoin.de. Dort können Anlegerinnen und Anleger unter anderem Bitcoin oder Ether mit anderen Nutzern der Plattform handeln. Diese Diversifikation ist ein Grund, warum die Bitcoin-Group-Aktien in den letzten fünf Tagen weniger als 1 Prozent verloren haben.
Bitcoin in der Bilanz
Es gibt vermehrt Unternehmen, die einen Teil ihrer Bilanz in Bitcoin halten und damit auf einen steigenden Kurs setzen. Der amerikanische Elektroautopionier Tesla hat beispielsweise im Februar Bitcoin im Wert von 1,5 Milliarden Dollar gekauft. Tesla-Chef Elon Musk liess jedoch kürzlich auf Twitter durchblicken, dass sein Konzern den Bitcoin-Bestand verkaufen könnte – man kann also gespannt sein. 
Andere börsennotierte Unternehmen mit erheblichen Bitcoin-Beteiligungen sind: Das US-Softwareunternehmen MicroStrategy, der US-Finanzdienstleister Galaxy Digital und die britische Investmentfirma Ruffer Investment. Ein weiteres Unternehmen mit einem starken Bitcoin-Bezug ist der US-Finanzdienstleister Square. Das Unternehmen von Jack Dorsey, der als Bitcoin-Fan bekannt ist, ermöglicht es Kunden den Einsatz der beliebten Kryptowährung für Transaktionen. Zudem hält Square eine beträchtliche Menge an Bitcoin in seiner Bilanz.
Doch aufgepasst: Mit Unternehmen, die andere Dinge tun als nur Bitcoin in der Bilanz zu halten, gehen zusätzliche Risiken einher. Die Branche und das individuelle Geschäftsmodell dieser Firmen sollten beim Kauf der Aktie im Vordergrund stehen.
Eine interessante Alternative bietet hier die Aktie des Grayscale Bitcoin Trust des Vermögensverwalters Grayscale. Stand Ende April hat der Vermögensverwalter insgesamt 662,254 Bitcoin besessen, die sich auf den Grayscale Bitcoin Trust und den Grayscale Digital Large Cap Fund aufteilen. Grayscale wurde 2013 gegründet und hat sich seitdem zur weltweit beliebtesten Krypto-Investment-Plattform für institutionelle Anleger entwickelt.
«Mining»-Aktien
Bitcoin ist eine digitale Währung: Jede Einheit ist als verschlüsselter Datensatz in einem öffentlichen Hauptbuch gespeichert, das als Blockchain bezeichnet wird. Durch das Lösen komplexer mathematischer Probleme zur Überprüfung von Bitcoin-Transaktionen – auch als “Mining” bekannt – werden Einzelpersonen oder auch Unternehmen mit Bitcoin “belohnt”. 
Zu den Unternehmen in diesem Geschäftsfeld gehört auch Marathon Digital. Das US-Unternehmen hat Stand Ende des ersten Quartals 6800 aktive Rigs – hochgerüstete Rechner für das “Mining” – in Betrieb. In den ersten drei Monaten des Jahres hat Marathon Digital 192 neue Bitcoins geschürft. Und wenn der Expansionsplan des Unternehmens auf Kurs bleibt, sollen bis zum ersten Quartal 2022 103’120 Rigs im Betrieb sein. Mit dieser Rechnerkapazität prognostiziert Marathon Digital eine Produktion von 55 bis 60 Bitcoins pro Tag.
Je mehr Teilnehmer und Coins es gibt und je grösser die Blockchain wird, desto komplexer werden die Berechnungen und desto langsamer werden die Währungseinheiten erzeugt. Für ein Unternehmen wie Marathon Digital ist daher der Kursverlauf bei Bitcoin zentral. Das Geschäft wird nur lukrativer, wenn der Kurs steigt. 
Als Konsequenz haben sich die Aktien seit Anfang April infolge des Kurszerfalls bei Bitcoin mehr als halbiert, nachdem diese seit Anfang November mehr als 2866 Prozent angestiegen waren.

Kursentwicklung der Marathon-Digital-Aktien seit November 2020 (Quelle: cash.ch).
Ein ähnliches Bild zeigt sich beim US-Unternehmen Riot Blockchain, das sich auf Krypto-Akquisitionen spezialisiert hat. Infolge des Preisanstiegs bei Bitcoin hat sich der Aktienkurs von Riot Blockchain zwischen November und dem Allzeithoch im Februar mehr als verdreiundzwanzigfacht. Seither hat das Wertpapier knapp 70 Prozent an Wert verloren.

Kursentwicklung der Riot-Blockchain-Aktien seit November 2020 (Quelle: cash.ch).
Im April wurde bekannt, dass Riot Blockchain Nordamerikas grösste “Mining”-Einrichtung für 651 Millionen Dollar aufkauft. Sollte sich der Bitcoin-Kurs wieder erholen oder sogar auf ein neues Rekordhoch vorstossen, ist eine erneute Kursexplosion bei Riot Blockchain und Marathon Digital wahrscheinlich.
Grafikchips und intelligente Verträge
Um Bitcoins und andere Kryptowährungen herzustellen sind leistungsstarke Rechner notwendig. Dabei hat sich herausgestellt, dass sich Grafikchips besonders gut für die aufwändige Berechnung kryptografischer Schlüssel eignen. Grafikkarten-Hersteller wie Nvidia oder AMD versorgen die Miner von Bitcoin und Co als “Ausrüster” mit immer leistungsfähigeren Prozessoren.
Deren Aktien gelten als eher defensives Krypto-Investment, da das weitere Kurspotenzial vielmehr noch von dem Markt für Computer, Servern und Spielkonsolen abhängt. So zeigten sich beispielsweise die Nvidia-Aktien vom Krypto-Absturz ziemlich unbeeindruckt. In den letzten fünf Tagen haben die Wertpapiere 3 Prozent an Wert gewonnen.
Doch auch die grossen US-Technologieunternehmen haben den Wert der Blockchain-Technologie erkannt. Microsoft baut über die Azure-Cloud einen Service auf, mit dem Rahmenbedingungen für Blockchain-Anwendungen geschaffen werden. Seit der Markteinführung des ersten Ethereum Blockchain Service im November 2015 zählt Microsoft zu den Vorreitern auf dem Markt.
Azure unterstützt mehrere Blockchain-Protokolle und kann beispielsweise rechtlich bindende “Smart Contracts” – sogenannte intelligente Verträge – implementieren. Dabei handelt es sich um Computerprotokolle, die Verträge abbilden und überprüfen oder die Verhandlung oder Abwicklung eines Vertrags technisch unterstützen.
Bei einem Investment in Microsoft geht es nicht um die Kryptowährung Bitcoin, sondern vielmehr um die dahinterstehende Technologie. Deshalb ist die Microsoft-Aktie wohl die “konservativste” der hier vorgestellten Aktien, um von den Themen Bitcoin und Blockchain zu profitieren.

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