Affiliate Marketing im Reisevertrieb immer wichtiger – travelnews.ch – travelnews.ch

Die Quarantäneliste des Bundesamts für Gesundheit umfasst derzeit nur noch wenige Länder; trotzdem sind sich Schweizer nicht sicher, wo Sie hinreisen können und welche Auflagen für die Einreise bestehen bzw. wie die Situation vor Ort ist. Wir stellen Ihnen nachfolgend die neusten verlässlichen Informationen in einer alphabetisch geordneten Länderliste zusammen, mit regelmässigen Updates.
Langsam erwacht Australien aus der Corona-Starre. Wie verfolgen die Australien-Veranstalter die möglichen Öffnungsschritte?
Hurtigruten bereitet sich auf die Expeditions-Seereisen vor. Ab November 2021 geht es für das Hybrid-Expeditionsschiff MS Roald Amundsen und MS Fram in die Antarktis, und zwar ab Punta Arenas in Chile. Zwei Monate später dürfen auch MS Fridtjof Nansen und MS Orro Sverdruf ab Hambrug in See stechen. An Bord beider Schiffe können Reisende zu Expeditions-Seereisen nach Norwegen aufbrechen.
Die italienische Reederei Costa Crociere hat im Rahmen ihres Re-Branding das Ausflugsportfolio komplett überarbeitet. Travelnews war auf einem der brandneuen Landgänge mit dabei.
Viele Tourismusunternehmen haben Affiliate-Programme, doch niemand weiss genau, wie gross das damit generierte Umsatzvolumen ist. Wir erklären anhand von rabattcorner.ch, wie es funktioniert.
«Affiliate Marketing» bezeichnet in der Regel ein Partnerprogramm mit einem internetbasierten Kommissionssystem, welches grosse Unternehmen anbieten. Wer auf seiner eigenen Plattform deren Produkte anpreist und damit Endkunden auf deren Webseite lockt, erhält eine Kommission. Verdienen kann eine Plattform nicht mit Klicks, sondern mit effektiv realisiertem Umsatz beim Anbieter. Je bekannter die Plattform und je attraktiver die darauf angebotenen Produkte, desto erfolgreicher ist das Ganze.
Dass touristische Leistungen gern online gebucht werden, hat das Bundesamt für Statistik soeben belegt – aber die Volumina im Verhältnis zum Umsatzvolumen über «statische» Vertriebskanäle sind nicht bekannt.
Wir haben uns mal das Beispiel rabattcorner.ch aus Zürich angeschaut. Die 2013 gegründete Plattform zahlt für Buchungen in Reiseportalen sowie Einkäufen in Online-Portalen bares Geld aus, statt ein Bonus-oder Punktsystem anzuwenden. Das System ist simpel: Man registriert sich (was kostenlos ist) und geht dann via rabattcorner.ch auf Partner-Webseiten, z.B. eben für Reisedienstleistungen, z.B. von Kuoni. Wird auf diesem Weg eine Reise bei Kuoni gebucht, kann Kuoni die Buchung der Firma rabattcorner.ch zuordnen und zahlt dieser eine im Voraus vereinbarte Kommission. Einen Teil davon reicht rabattcorner.ch dann als «Cashback», also als Bargeld-Ausschüttung, an den Konsumenten zurück.
«Die Anbieter setzen die Provision, die sie uns zahlen, selbständig fest», erklärt rabattcorner.ch-Mitgründer und -Miteigentümer Alban Grossenbacher auf Anfrage von travelnews.ch, «abhängig davon definieren wir die Cashback-Rate.» Je höher die Rate und die Bekanntheit des Shops, desto besser wird das Angebot auf der Webseite platziert. Zusätzlich können Angebote auf der Homepage von rabattcorner.ch oder beispielsweise in deren Newsletter verstärkt beworben werden.
Grundsätzlich sieht das Angebot bei rabattcorner.ch sehr verlockend aus, gerade für touristische Dienstleistungen. Aus dem Flug- und Touristikbereich kann man Angebote von insgesamt 49 Firmen buchen (Reisezubehör-Shops ausgenommen):
Expedia gibt aktuell 7,2 Prozent Cashback. Wer also via rabattcorner.ch bei Expedia eine Reise für 1000 Franken bucht, erhält 72 Franken, welche direkt ausbezahlt werden können. «Die Reisebranche ist für uns eine sehr wichtige Branche, weil wir hohe Bestellvolumen – also Warenkörbe – an die angeschlossenen Partner vermitteln», führt Grossenbacher aus, «saisonbedingt erzielen wir 30-40 Prozent des Umsatzes mit Angeboten aus diesem Bereich.» Zu konkreten Umsatzzahlen macht Grossenbacher allerdings keine Angaben.
Ein Blick auf die Cashback-Raten, welche von teils über 7 Prozent bis 1 Prozent (bei Swiss) reichen oder auch Pauschalbeträge in Franken sein können, gibt Aufschluss darüber, wie die einzelnen Unternehmen rabattcorner.ch provisionieren.
Swiss, seit 2013 bei rabattcorner.ch mit dabei, gibt laut Sprecher Thomas Baumann 1,5 Prozent Kommission auf Net-Rates. Nichts Aussergewöhnliches: Rabattcorner nutzt das offizielle Affiliate-Programm von Swiss und erhält entsprechend dieselben Konditionen wie alle zugelassenen Affiliates. Diese sind öffentlich einsehbar. Swiss arbeitet mit zahlreichen Online-Vertriebsportalen unterschiedlicher Art zusammen – Metasearcher, Content Websites, Rabatt- und eben auch Cashbackseiten. Über das darüber generierte Geschäftsvolumen wird allerdings auch bei Swiss keine Auskunft gegeben.
Kuoni, mitsamt Helvetic Tours und lastminute.ch, arbeitet ebenfalls seit rund fünf Jahren mit rabattcorner.ch als einem von mehreren Partnern im Rahmen des Affiliate-Marketings zusammen – insgesamt sind es bei Kuoni derzeit 24 Cashback/Bonus-Communities, Gutschein- und Wettbewerbsseiten. Das Affiliate Marketing dient der Erweiterung von Kundensegmenten, wie Sprecher Markus Flick ausführt: «Besonders bei Online-Buchungen ist der Preis das wichtigste Kriterium bei der Buchung – wer Schnäppchen jagt, soll auch auf Angebote der Veranstalter von DER Touristik Suisse stossen.» Der Rabattcorner gibt auf Kuoni-Angebote 2 Prozent Cashback, d.h. der Rabattcorner wird von Kuoni mit rund 3-4 Prozent kommissioniert (laut Flick eine «passable Schätzung»). Umsatzstufen gebe es auch, aber nur auf Badeferien.
Den Anteil der Buchungen über das Affiliate-Marketing möchte aber auch Kuoni nicht quantifizieren. «Es ist aber natürlich so, dass wir hier – im Verhältnis zum gesamten Online-Umsatz – von einem Nischenmarkt sprechen», schliesst Flick. Das trifft auf die jeweils einzelnen Affiliate-Partner gewiss zu. Aber in der Summe?
Es bleibt also leider unklar, wie viel Umsatz über Affiliate Marketing generiert wird. Doch handelt es sich mittlerweile zweifelsfrei um einen Vertriebskanal innerhalb des Online-Segments, welcher sich etabliert hat und auch weiter wächst. Das muss nicht zulasten des «stationären» Vertriebs gehen, der heute längst nicht mehr nur stationär ist. Die Reisebüros, früher der «Backbone» des Vertriebs von Flügen, Hotels etc., spielen weiterhin eine gewichtige Rolle im Gesamtmix, wie gerade am nationalen TV festgehalten – und einige Exponenten sind natürlich auch als Affiliate-Partner mit dabei. Als solche, also wenn sie lediglich über ihre Webseite Traffic zu den Airline-Webseiten leiten und dafür eine Kommission erhalten, können sie auch keinen «Schabernack» treiben. In der Vergangenheit hatten ja manche Airlines moniert, dass Reisebüros ebenfalls eine Art «Cashback» betreiben, indem sie nicht die ganze Kommission zurückbehalten, sondern dem Kunden so vergüten, dass dieser ein günstigeres Ticket hat – in manchen Fällen eben unterhalb der online ausgeschriebenen Preise der Airline.
(JCR)
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