Morning Brefing: Forderungen der Verbände, Flaschenpost, Douglas, Affiliate-Links, WMF-Showroom, E-Commerce in GB, Boat Group, Ibi Research, Ebay, Trendübersicht 2021, Social Media – etailment.de

Viel los gestern: Joe Biden ist da, Donald Trump ist fort, Jack Ma gibt ein Lebenszeichen. Die Bundesregierung verpflichtet Arbeitgeber, Homeoffice anzubieten (was der HDE nur bedingt begrüßt). Und die Pandemie und das starke Online-Geschäft bringen Douglas dazu, sich konkret mit Filialschließungen zu beschäftigen, siehe unten. Der Wandel ist zurzeit fast jeden Tag mit Händen greifbar.
///// HANDEL NATIONAL
Handelsverbände fordern Regierung zum Handeln auf
Der stationäre Handel in Deutschland hat am gestrigen Mittwoch gekämpft. Plakativ wie die 60 Händler, die nach einem Aufruf des Handelsverbands Nord vor der mecklenburgisch-vorpommerschen Staatskanzlei in Schwerin symbolisch die Beerdigung des Handels inszenierten, um auf unzureichende Hilfsmaßnahmen der Regierung aufmerksam zu machen. Pragmatisch wie die Handelsverbände Textil (BTE), Schuhe (BDSE) und Lederwaren (BLE), die die Kampagne „Rettet meinen Arbeitsplatz“ gestartet haben — mit demselben Ziel: die Bundesregierung davon zu überzeugen, schnellstens wirksame Hilfen zu verabschieden und damit Hunderttausende Arbeitsplätze zu retten. Auch der Handelsverband Deutschland (HDE) “mahnt […] jetzt die schnelle Umsetzung der Verbesserungen bei der staatlichen Überbrückungshilfe an”. Der HDE will, dass Abschriften auf Saisonware berücksichtigt werden, auch Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 500 Millionen Euro Hilfen beantragen können und dass der monatliche Höchstbetrag von 500.000 Euro Überbrückungshilfe entfällt. Der HDE hat außerdem mitgeteilt, die Initiative Wir-liefern.org zu unterstützen, die online die Angebote lokaler Händler vermitteln will.

Durstexpress geht in Flaschenpost auf
Anfang November wurde bekannt, dass der Oetker-Konzern den Getränkelieferanten Flaschenpost übernimmt und neben seinen eigenen Service Durstexpress stellt. Jetzt werden beide Marken zusammengeführt, genauer: Durstexpress verschwindet, Flaschenpost bleibt, und “die Gesamtlogistik [wird] zukünftig auf den Business- und Operations-Prozessen der flaschenpost basieren”, teilen die Unternehmen mit. Das soll sukzessive an allen Standorten passieren, das gemeinsame Sortiment sich “aus den beliebtesten Artikeln beider Unternehmen zusammensetzen”. Laut “Rheinischer Post” verlieren durch Standortbereinigungen möglicherweise Hunderte Mitarbeiter ihren Job, denn “in Berlin sollen zwei Logistikzentren von Durstexpress geschlossen werden, in Berlin und Bochum jeweils eines”. Kritisch fragt Excitingcommerce.de angesichts des schwierigen Jahres 2020 für die Oetker-Brauerei Radeberger: “Entsprechend gespannt kann man sein, ob und wie lange die Oetker-Gruppe die für Flaschenpost notwendigen Investitionen aufbringen wird.”

Wegen Online: Douglas plant Filialschließungen
Das Online-Geschäft hat Douglas das Weihnachtsgeschäft gerettet: Wie das “Manager-Magazin” berichtet, kam 2020 ein Drittel des Umsatzes über das Netz herein, rund eine Milliarde Euro, und hielt “das Umsatzminus im Weihnachtsgeschäft Insidern zufolge im einstelligen Prozentbereich, im Branchenvergleich ein großer Erfolg”. Nur konsequent erscheint, dass das Unternehmen sein Filialnetz ausdünnen will. Kolportiert werden 50 von 430 deutschen Läden, europaweit soll der Anteil mit 500 von rund 2400 Filialen höher ausfallen, unter anderem, weil Douglas zum Beispiel in Spanien und Italien sehr viele kleine Läden betreibt.

Gericht: Kommerzielle Affiliate-Links müssen als kommerziell erkennbar sein
Onlinehaendler-News.de macht auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Köln aufmerksam (Aktenzeichen 6 W 102/20): Affiliate-Links mit kommerziellem Hintergrund müssen deutlich als kommerziell zu erkennen sein. Das sei beispielsweise bei redaktionellen Texten mit integrierten Links nicht immer gegeben, und ein Einkaufswagen-Symbol reiche nicht unbedingt.

Digitaler Showroom für eine Kaffeemaschine
Haushaltswaren-Hersteller WMF hat einen digitalen Showroom für seine Profi-Kaffeemaschinen gebaut, insbesondere für das Modell WMF 1300 S. Und spart nicht mit Eigenlob: Es geht um “ein digitales und inspirierendes Erlebnis der Extraklasse”, um “emotionale und technische Raffinesse”, und der “dreidimensionale Spannungsbogen” reicht wie weit? Richtig, “bis hin zum einzigartigen Geschmacksuniversum im Bereich Coffee Excellence”. Wer sich von den Wortwolken nicht abschrecken lässt, erfährt in der Pressemitteilung, wie das funktioniert, und findet hier den Showroom selbst.

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Der Black Friday ist seit Jahren einer der umsatzstärksten Tage des Jahres im internationalen E-Commerce. Grund genug für Händler, sich bereits jetzt auf den 26. November 2021 vorzubereiten. Doch wie entwickelt sich das Shopping-Event in seinem 15. Jahr? Etailment-Gastautor Tobias Kaiser gibt einen Rückblick über den Black Friday 2020 und Tipps, wie Händler nicht nur den großen Ansturm auslösen, sondern die Nutzer dann auch zufriedenstellen können.
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Die Digitalisierung macht Unternehmen angreifbarer. In fast jeder Firma laufen Phishing-Mails auf, jede zweite hatte bereits mit Cyberattacken zu tun. Die gute Nachricht: Händler können einiges tun, um den Gefahren durch Cyberkriminelle vorzubeugen und sich gegen Risiken abzusichern.
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Das Münchener Start-up Parcel Lab sieht bei den Unternehmen einen stärkeren Bedarf und eine stärkere Erfordernis, den Versand nachhaltiger aufzuziehen. Der Anbieter für eine White-Label-Lösung für den E-Commerce, mit dem der Versand der Produkte optimiert und die Kundenbindung gestärkt werde, will nun im Segment des Versand das Defizit in Nachhaltigkeitsfragen verringern.
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In vielen Innenstädten zeichnet sich ein ähnliches Bild ab: Einzelne Geschäfte bis hin zu ganzen Straßenzügen stehen leer. Doch daraus den Schluss zu ziehen, dass Innenstädte zukünftig komplett aussterben, wäre falsch. Allerdings werden sie sich verändern (müssen). Eine E-Commerce-Steuer, wie Drogerie-Unternehmer Raoul Roßmann sie fordert, wird den stationären Handel nicht vor dem Wandel bewahren, sagt Ralf Haberich von Shopgate. Er plädiert für eine Versöhnung von On- und Offline, indem stationäre Händler die neuen digitalen Möglichkeiten nutzen und Konzepte wie Ship-from-Store umsetzen.
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Hinter dem Mehrwertsteuer-Digitalpaket steht eine gute Idee: Händler, die in EU-Länder verkaufen, wickeln die Umsatzsteuer über einen zentralen Ansprechpartner ab. Für viele kann der neue One-Stop-Shop aber zu Mehraufwand führen.
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