Nach der Pandemie: Büro oder Homeoffice? Bewahrt die Flexibilität! – DIE WELT

Wer mit einem guten Gefühl zur Arbeit geht, von Kollegen und Vorgesetzten unterstützt wird und Wertschätzung erfährt, ist seltener krank. Klingt logisch – ist auch so. Das jedenfalls hat eine am Dienstag vorgestellte repräsentative AOK-Befragung unter 2500 eigenen Versicherten ergeben. In Summe nennen es die Autoren des „Fehlzeiten-Reports 2021“ „Resilienz der Unternehmen“, die – je besser sie bewertet wird – gesündere Beschäftigte bedeutet.
Resilienz meint die Anpassungsfähigkeit der Firmen an die Herausforderungen der Corona-Krise. Im Alltag bedeutete das für viele Angestellte solche vielerorts lange für schwer umsetzbar gehaltenen „Revolutionen“ wie Homeoffice oder flexiblere Arbeitszeiten. Jetzt zeigt sich: Ein Unternehmen, das bereit ist, sich neuen Herausforderungen schnell anzupassen, beschäftigt die gesünderen (und damit in der Regel auch: profitableren) Arbeitnehmer.
Für die Firmen kann das nur heißen, auch nach dem hoffentlich nahen Ende der Pandemie größtmögliche Flexibilität aufrechtzuerhalten: Eltern, die ihre Familie besser organisiert bekommen, wenn sie an vier von fünf Tagen am heimischen Küchen- oder Gartentisch arbeiten, sollten das weiter tun dürfen. Der Millennial, der spontan zwei Wochen am Strand in Griechenland oder im Lissabonner Café am Laptop sitzen will, genauso. Dass das funktionieren kann, haben die vergangenen anderthalb Jahre schließlich vielfach bewiesen.
Zufriedene Mitarbeiter – die durch diese dann nicht mehr erzwungene Flexibilität noch mehr werden könnten – dürfte es am Ende ohnehin ziemlich oft wieder in ihre Büros ziehen. Auf effiziente kurzfristige Absprachen, reale Teammeetings oder auch einfach nur den kurzen Plausch beim Kaffee wollen die nämlich nicht dauerhaft verzichten.

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