Das sind die größten Online-Shops in Deutschland – Onlinehändler News

Die Corona-Pandemie hat 2020 die Umsätze im Online-Handel nach oben getrieben. Doch welche Online-Händler und Marktplätze konnten davon am meisten profitieren? Das EHI Retail Institute und Statista haben auch 2020 in ihrer alljährlichen E-Commerce-Studie die 1.000 umsatzstärksten Business-to-Consumer-Shops in verschiedenen Branchen sowie einige Marktplätze analysiert. Im Ergebnis bleibt an der Spitze des Rankings im Vergleich zu 2019 fast alles beim Alten: Die großen Player Amazon, Otto und Zalando dominieren weiterhin, unter den Top-10-Händlern konnten vor allem Ikea und Saturn ihre Umsätze im Jahr 2020 immens steigern. Der Gesamtumsatz der untersuchten 1.000 Online-Shops liegt bei 68,8 Milliarden Euro – ein Plus von 33,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Amazon (Umsatz 2020: 13,9 Milliarden Euro), Otto und Zalando sind auch 2020 an der Spitze des Händler-Umsatz-Rankings – und das schon seit 2014. Amazon hat dabei mehr umgesetzt als die nächsten neun Online-Händler zusammen. Die Top Ten der Online-Händler fahren rund 40 Prozent des Gesamtumsatzes der Top-100-Shops ein. Die Unternehmen Bonprix und Cyberport gehören im Vergleich zu 2019 nicht länger in die Top Ten, Ikea und H&M sind neu dabei. Ikea kommt dabei auf ein Umsatzwachstum von 74 Prozent – dem stärksten Wert der oberen zehn Unternehmen. Saturn konnte seinen Umsatz um 72 Prozent steigern. Aus dem starken Wachstum der großen Händler reißt Elektronik-Anbieter Notebooksbilliger aus: Dessen Umsatz sank 2020 sogar um sechs Prozent, trotzdem hält sich das Unternehmen in der erweiterten Spitze.
Das EHI zeigt die Größen und Machtverhältnisse auch in dieser interaktiven Grafik.
Auch als Marktplatz ist Amazon weiterhin dominant: 44,8 Prozent der 1.000 untersuchten Online-Shops verkaufen auch über den Marketplace, immerhin 36,3 Prozent auf Ebay und 14,4 Prozent auf dem Online-Marktplatz von Kaufland, vorher real.de. MediaMarkt hat gerade erst einen eigenen Online-Marktplatz als Beta-Version gestartet.
Der Amazon-Marktplatz hatte daher mit 35,4 Milliarden Euro im Jahr 2020 auch das größte Bruttohandelsvolumen (Gross Merchandise Volume) in Deutschland, Ebay kommt mit 11,8 Milliarden Euro auf Platz Zwei vor Otto mit knapp 5,5 Milliarden Euro. Wegen seiner Doppelrolle als Verkäufer auf dem eigenen Marktplatz ermittelt das deutsche Kartellamt seit geraumer Zeit gegen Amazon.
Welche Produkte lassen die virtuelle Kasse klingeln? Die Generalisten unter den Online-Shops sind weiterhin für das größte Stück des Umsatzes verantwortlich, dahinter folgen die Bereiche Mode und Unterhaltungselektronik. In der Pandemie konnten vor allem Shops aus den Segmenten Möbel & Haushaltswaren (siehe Ikea) sowie Do-it-yourself, Garten & Tierbedarf profitieren. Das Portal Ibusiness hat auch die jeweils umsatzstärksten Anbieter in einzelnen Kategorien aufgelistet.
Mode und Schuhe
Unterhaltungselektronik
Möbel
Medien
Drogerie und Gesundheit
Lebensmittel

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.
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