Im Doppelstress alles hinwerfen – FAZ – Frankfurter Allgemeine Zeitung

Warum sehe ich FAZ.NET nicht?
Ressorts
Politik
Services:
Wirtschaft
Services:
Finanzen
Services:
Feuilleton
Karriere & HochSchule
Services:
Sport
Gesellschaft
Services:
Stil
Services:
Rhein-Main
Technik & Motor
Services:
Wissen
Reise
Services:
F+
Blogs
Podcasts
Multimedia
Video
Fotografie
Themen
Archiv
F.A.Z.-Kongress
Information
Verlag
FAZ.NET
Service
© Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2001–2021
Alle Rechte vorbehalten.
Permalink: https://www.faz.net/-gym-a9kp8
Aktuelle Nachrichten aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur
Herausgegeben von Gerald Braunberger, Jürgen Kaube, Carsten Knop, Berthold Kohler
Zeitung FAZ.NET
Familie und Job – eine Doppelbelastung für Arbeitnehmer mit Kindern Bild: dpa
Wer Kinder hat, reibt sich in der Corona-Krise an der Mehrbelastung durch Job und Familie auf. Wenn Führungskräfte darauf nicht achten, laufen sie Gefahr, Mitarbeiter zu verlieren.
Permalink: https://www.faz.net/-gym-a9kp8
In der Corona-Krise sind laut einer Studie viele Menschen im Homeoffice zwischen Familie und Beruf stark belastet. Beschäftigte großer Unternehmen, die oft von zu Hause aus arbeiten und sich zugleich um Kinder oder andere Angehörige kümmern, fühlen sich häufig gestresst und fürchten um ihre Karriere, zeigt eine Umfrage der Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group.
Viele Arbeitnehmer mit Mehrfachbelastung im Homeoffice sehen sich im Nachteil gegenüber Kinderlosen und liebäugeln relativ oft mit einem Jobwechsel. Viele meinten auch, dass ihre Leistung gesunken sei und sie von ihrer Führungskraft nicht genug Hilfe bekämen. Frauen empfänden die Situation im Durchschnitt belastender als Männer, so die Umfrage, für die 20.000 Menschen in zwölf Ländern befragt wurden.
In Deutschland, wo rund 1500 Beschäftigte großer Unternehmen teilnahmen, gaben 35 Prozent der Väter und 22 Prozent der Mütter an, sie sorgten sich um ihre Zukunft im Unternehmen. Mehr als 40 Prozent aller Befragten fühlten sich körperlich oder psychisch gestresst. Beschäftigte im Homeoffice, die sich nicht um Kinder oder andere Angehörige kümmern mussten, machten sich seltener Job-Sorgen (21 Prozent) und waren auch weniger gestresst (etwa ein Drittel).
Rund 30 Prozent der Eltern mit Kindern unter zwölf Jahren gaben ferner an, ihre Leistungsfähigkeit bei der Arbeit habe unter den größeren Pflichten für Haushalt und Familie gelitten. 40 Prozent der Männer und 44 Prozent der Frauen glaubten sich im Nachteil gegenüber Menschen ohne Kinder. Bei Eltern mit älteren Kindern waren die Sorgen geringer. Zwar gaben viele der Befragen an, ihre Führungskraft habe direkte Unterstützung angeboten – etwa flexible oder geringere Arbeitszeiten, oder großzügigere Ablieferungstermine. Doch nur 42 Prozent der Männer und 35 Prozent der Frauen fühlten sich in ihrer Lage verstanden.
Mehr zum Thema
1/
Selbstzweifel im Homeoffice : O Gott, das bin ja ich!
Eindrücke vom F.A.Z.-Kongress : Im Bann der Pandemie
Lehren aus der Pandemie : Wie uns Corona hilft, unsere Beziehungen auszumisten
Kolumne „Nine to Five“ : Sein Coach gehört verhaftet
Die Ergebnisse seien für Unternehmen bedeutend, da Eltern junger Kinder oft Manager auf mittlerer Führungsebene seien und Firmen solche Talente nicht verlieren sollten, hieß es bei den Boston-Beratern. Im Alltag müssten Beschäftigte bestmöglich unterstützt werden. Frauen seien ohnehin oft in Führungspositionen unterrepräsentiert. „Wir riskieren, die dünnen Fortschritte bei der Geschlechtervielfalt umzukehren“, schreiben die Autoren. Zumal die Lage sich so schnell nicht ändern werde: Homeoffice oder gemischte Arbeit teils im Büro, teils zu Hause sei ein Trend, zudem öffneten nicht alle Schulen.
Quelle: dpa
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.
Permalink: https://www.faz.net/-gym-a9kp8
Weitere Themen
FAZ Plus Artikel: Gutes Geld im Job : So viel mehr verdienen die Menschen in Frankfurt
Wer jetzt den Job wechseln will, hat gute Chancen auf Verbesserung. Nach einer Studie verdienen Arbeitnehmer im Raum Frankfurt deutlich besser als in Berlin, Köln oder Mannheim.
FAZ Plus Artikel: Verzeihen im Beruf : „Kränkungen im Job können krank machen“
Egal, ob der Mitarbeiter einen Fehler gemacht hat oder die Chefin unfair war – Verzeihen ist auch im Berufsalltag oft unvermeidbar. Doch nicht immer fällt es leicht. Wie kriegt man es hin, nicht so nachtragend zu sein?
Corona und Kinder : Unter dem Brennglas der Pandemie
Die psychischen Folgen der Corona-Krise treffen Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien besonders hart. Es fehlt oft vor allem eine feste Tagesstruktur.
Ähnliche Themen
Topmeldungen
Regierungsbildung : Auf dem Weg zur Ampel
Schleuser im Libanon : Das Geschäft mit der Verzweiflung
Atomkraft in Frankreich : „Es ist eine Technologiewette, die Macron eingeht“
Sally Rooney unterstützt BDS : Zu Lasten ihrer Leser
Newsletter
Weitere Themen
Verlagsangebot
Services
Abo-Service
Best Ager
FAZ.NET als Startseite
Apps
Finanz-Services
Tarifrechner
Newsletter
Immobilien-
Markt
Testberichte
Stellenmarkt
Spiele
Gutscheine
Veranstaltungen
Whatsapp & Co.
TV-Programm
Wetter
Frankfurter Allgemeine Zeitung
© Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2001 – 2021
Alle Rechte vorbehalten.

Doppelstress von Job und Familie lässt Mitarbeiter über Jobwechsel nachdenken
Belastung im Homeoffice
Im Doppelstress alles hinwerfen
Wer Kinder hat, reibt sich in der Corona-Krise an der Mehrbelastung durch Job und Familie auf. Wenn Führungskräfte darauf nicht achten, laufen sie Gefahr, Mitarbeiter zu verlieren.
Ein Fehler ist aufgetreten. Bitte überprüfen Sie Ihre Eingaben.
Vielen Dank
Der Beitrag wurde erfolgreich versandt.

source

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*