Worauf es der Schweizer Bevölkerung beim E-Commerce ankommt – CEtoday

Die Schweizerische Post hat mit der HWZ eine Umfrage zum E-Commerce in der Schweiz durchgeführt. Onlinehändler sowie Konsumentinnen und Konsumenten wurden bezüglich Vorlieben und Nachhaltigkeit beim Onlineshopping befragt.
Eine Umfrage der Schweizerischen Post in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) hat das Kauf- und Verkaufverhalten im Schweizerischen E-Commerce untersucht. Der Fokus lag dabei auf den Vorlieben der Kundschaft, den Möglichkeiten der Onlinehändler und auf dem Thema Nachhaltigkeit. Rund 11’000 Konsumentinnen und Konsumenten sowie 248 Onlinehändler wurden im Zeitraum von drei Monaten befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass Nachhaltigkeit bei beiden Seiten eine wichtige Rolle spielt.

69 Prozent der befragten Konsumentinnen und Konsumenten wünschen sich beispielsweise eine Wiederverwendung der Verpackung respektive des Füllmaterials bei retournierter Ware für weitere Versandvorgänge. 55 Prozent der befragten Onlinehändler setzen das bereits um. Einen grössenoptimierten Versand durch individuelle Schachtelgrössen bieten 74 Prozent der befragten Onlinehändler. Das wünschen sich 77 Prozent der Kundschaft von ihren Onlinehändlern. 83 Prozent der befragten Kundinnen und Kunden wünschen sich sogar einen Retourenversand in der gleichen Verpackung. Dieses Angebot bieten gemäss Umfrage allerdings nur 55 Prozent der Onlinehändler.

Die Umfrage der Schweizerischen Post zeigt, dass der Hauptgrund für Onlineshopping bei den Schweizerinnen und Schweizern die Unabhängigkeit von Öffnungszeiten ist (78 Prozent). Die Preise sind laut Umfrage nicht ausschlaggebend für Einkäufe im Internet. Lediglich 28 Prozent der Befragten geben an, dass sie aufgrund niedriger Preise online einkaufen.

Besonders beliebt ist bei Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten der Onlineshop von Digitec Galaxus (82 Prozent), gefolgt von Ricardo (78 Prozent) und Amazon (72 Prozent). Die Gründe für den Kauf auf virtuellen Marktplätzen sind nach Angaben der Befragten die Vergleichbarkeit von Produkten, Preisen und Händlern (68 Prozent) oder niedrige Preise (53 Prozent). 75 Prozent der Konsumentinnen und Konsumenten bevorzugen es gemäss Umfrage, mit Kreditkarte zu zahlen, gefolgt von Rechnungskauf (74 Prozent) und Mobile Banking (51 Prozent). Ein Prozent bevorzugt es laut Umfrageergebnissen, mit Bitcoin zu zahlen.

In Bezug auf Logistik wünschen sich 56 Prozent der befragten Onlineshopperinnen und –shopper einen konsolidierten Versand für eine nachhaltige Lieferung. Nur 27 Prozent sind bereit dazu, einen Aufpreis für einen klimaneutralen Versand zu zahlen.

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Laut Umfrage nutzen 45 Prozent der Schweizer Onlinehändler IT-Lösungen, die möglichst wenig Strom verbrauchen. Der Betrieb des Shops wird bei einem Viertel komplett mit erneuerbaren Energien betrieben. 72 Prozent geben an, sich möglichst CO2-emissionsarm zu verhalten. Das heisst, dass beispielsweise eher Videokonferenzen abgehalten werden, als Geschäftsreisen anzutreten. Zudem versuchen 78 Prozent, ihre Transportkapazitäten ökologisch zu optimieren, etwa durch die Vermeidung von Leerfahrten. Während 26 Prozent der befragten Onlinehändler ohne Aufpreis für Endkunden klimaneutral Pakete versenden, bieten 4 Prozent einen klimaneutralen Versand gegen Aufpreis an. 45 Prozent geben Kundinnen und Kunden die Chance, die Produkte durch Click & Collect in einer Filiale abzuholen.

Bezüglich der Nachhaltigkeit des Verpackungsmaterials geben 63 Prozent der Befragten an, ihre Produkte in recycelbarem Material zu versenden. Bei 51 Prozent ist sogar das Füllmaterial recycelbar beziehungsweise besteht aus recyceltem Material (48 Prozent).

Die grössten Herausforderungen bei nachhaltiger Logistik respektive nachhaltigem Versand liegen laut Umfrage bei der Aufrechterhaltung angemessener Logistik- und Versandkosten (83 Prozent). Auch die geringen Bereitschaft der Konsumentinnen und Konsumenten, für nachhaltigere Lösungen zu zahlen, ist für 80 Prozent der Onlineshops eine grosse Herausforderung. 39 Prozent fühlen sich vom eigenen Unternehmen ausserdem zu wenig informiert, was effektiv nachhaltig ist.

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Schweizer Onlinehändler achten auch bei der Wahl ihrer Partner auf Nachhaltigkeitsaspekte. So gaben laut Umfrage 72 Prozent an, dass sie bei der Auswahl möglicher Partner auf soziale Aspekte wie faire Arbeitsbedingungen Wert legen. Auch auf Zertifizierungen zur Einhaltung ökologischer und sozialer Vorgaben spielen dabei für 60 Prozent eine Rolle. 57 Prozent der Befragten achten bei der Wahl ihrer Partner aktiv auf ökologische Aspekte wie die Schonung von Ressourcen oder das Vermeiden von CO2-Emissionen. Allerdings prüfen lediglich 37 Prozent auch, ob die Partner die ökologischen und sozialen Vorgaben auch tatsächlich einhalten.

Der Schweizer E-Commerce-Markt ist nach wie vor stark von der Pandemie geprägt. Im Länder-Ranking des diesjährigen E-Commerce Reports schaffte es die Schweiz auf Platz zwei, wie Sie hier nachlesen können.

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