Sollte man in chinesische Aktien investieren? – FAZ – Frankfurter Allgemeine Zeitung

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2021 ist im chinesischen Tierkreis ein Jahr des Büffels, 2022 eigentlich ein Jahr des Tigers. Fidelity zufolge stehen ausschließlich Bullenjahre an. Bild: dpa
Entgegen einer schlechten Nachrichtenlage sieht Fidelity langfristige Chancen für die zweitgrößte Volkswirtschaft. Eine kurzfristige Konsolidierung könne für den Einstieg genutzt werden.
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Chinas Aktienmarkt hat sich seit Anfang des Jahres schlechter entwickelt als die von MSCI zusammengefassten Indizes der Schwellenländer. Auch im Vergleich zum globalen Aktienmarkt schneidet China schlechter ab. Die Fondsgesellschaft Fidelity sieht in der Konsolidierung aber eine Einstiegsmöglichkeit, falls man langfristig orientiert anlegen möchte.
In einer Online-Veranstaltung erklärten vier Vertreter der Gesellschaft, warum sich Anleger nicht von kurzfristigen Verwerfungen, beispielsweise aufgrund von Stromausfällen oder durch neue Regulierung beirren lassen sollten. Das verfügbare Einkommen der chinesischen Bevölkerung stieg in den vergangenen 20 Jahren stärker als in anderen Regionen. Dementsprechend gehen Andrew McCaffery, Globaler Vorstand für Investitionen in der Vermögensverwaltung, und Dale Nicholls, Portfolioverwalter, davon aus, dass auch der Konsum wachsen wird. Im Jahr 2019 wurden in China umgerechnet 8 Billionen Dollar ausgegeben. Bis zum Jahr 2030 sollen die Ausgaben auf 17 Billionen Dollar ansteigen, was eine Annäherung an den derzeitigen Konsum in den Vereinigten Staaten darstellen würde, dessen Wert mit 17,6 Billionen Dollar beziffert wird.
Dementsprechend sollten chinesische Unternehmen weiter gute Gewinne erwirtschaften. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des chinesischen Aktienmarktes, führte McCaffrey aus, liegt den Berechnungen von Fidelity zufolge mit rund 15 niedriger als die KGV der Märkte in Europa, den Vereinigten Staaten und der gesamten Welt, was im Vergleich niedrige Preise für Aktien mit guten Gewinnerwartungen bedeute. Nicholls sieht in den Branchen Technologie und Mobilität die größten Chancen: Weil die Löhne in China gestiegen seien, wachse zum Beispiel der Anteil von Premiumautos am Gesamtmarkt stetig.
Befürchtungen, positive Erwartungen könnten mit zunehmender Regulierung enttäuscht werden, versuchten Paras Anand, Vorstand für Investitionen im Asien-Pazifik-Raum, und Victoria Mio, Direktorin für asiatische Wertpapiere, zu entkräften. Ihnen zufolge sei der zu beobachtende Anstieg der Regulierung, vor allem im Technologie-Sektor, ein Nachholen aufgeschobener Maßnahmen aus dem Jahr 2020. Zudem, erklärte Anand, seien die derzeitigen Bewegungen Teil eines 2017 begonnenen Versuchs, Wachstum zu stabilisieren, Einkommensungleichheit zu bekämpfen und Umweltschutz voranzutreiben.
Mio erwartet, dass nun die zweite Hälfte des derzeitigen Konsolidierungszyklus erreicht sei. Sie erläutert außerdem den Zusammenhang zwischen wachsenden Chancen in nachhaltigen chinesischen Anlagen und dem wachsenden Energiebedarf der Gesellschaft. Bis zum Jahr 2060 müssten 20 Billionen Dollar aufgewendet werden, um die CO2-Emissionen des Landes auf netto null zu senken, deshalb sei die nachhaltige Anlage eine der wachstumsstärksten auf lange Sicht.
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Nicholls betont, China sei schon immer ein volatiler Markt gewesen. Genau das mache das Land interessant bei der Auswahl von Einzelwerten.
Quelle: brn.
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Sollte man in chinesische Aktien investieren?
Konsolidierung als Chance
Sollte man in chinesische Aktien investieren?
Entgegen einer schlechten Nachrichtenlage sieht Fidelity langfristige Chancen für die zweitgrößte Volkswirtschaft. Eine kurzfristige Konsolidierung könne für den Einstieg genutzt werden.
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